Revolution in Sachen Softwareentwicklung

SoftwarerevolutionWenn sich eine Agentur neu erfindet, sich selbst auf den Prüfstand stellt und – wenn es denn sein muss – unten nach oben kehrt dann ist das erstmal ganz schön anstrengend. Und aufregend.

So geht es mir zumindest.

Denn ein solcher Prozess macht ja nicht bei (wichtigen!) Dingen wie der Warteschleifenmucke halt. Auch die eigene Arbeitsweise und -Anschauung will beleuchtet werden.

Man muss sich selbst daran erinnern, dass man jetzt in einem anderen Klima agiert und arbeitet. Ein Klima das aufgebrochen und für das sich bewusst entschieden wurde. Also nicht in den Modus gelangen: »Das bekomme ich nicht durch die internen Gremien … ist ja eh egal … kann ich ja gleich Gagschreiber bei SAT.1 werden.«

Solches Denken bremst. Und suckt. Derbe.

Back to Topic: Ich rufe meine eigene, kleine Revolution in Sachen Softwareentwicklung bei KM2 >> aus. Hier meine Grund- und Vorsätze für das Jahr 2009:

1. Flexibilität: Denke in Iterationen, nicht in Releases.
Eine Veränderung die mir Tag für Tag bewusst wird: der gesteigerte Output. Änderungen am Source gelangen viel schneller in den Produktiveinsatz als noch vor ein paar Jahren. Vom Axthieb (großes Release) hin zu tausend Mückenstichen (small patches). Wenn man in großen Releases denkt, schafft man vielleicht zwei bis drei in einem Jahr, dann ist Schicht im Schacht. Ich meine damit gar nicht den Verzicht auf Testphasen – hey, um die kommt man nicht herum! sondern ein Feature so schnell wie möglich live zu bekommen und es nicht an andere Features zu ketten.
Tu es einfach!

2. Dialog: Sprich mit Deinen Nutzern. Und höre auf sie.
Zufriedenheit kann sich nur dann einstellen, wenn ein System (Anwendung, Website, Interface) verständlich wird. Aber damit es verständlich wird liegt es an Dir, die Nutzer zu verstehen. Hinzuhören und sich in ihre Situation zu versetzen.
Tu es einfach.

3. Usability: Sei Dein eigenes Versuchskaninchen.
Wenn Du Deine Anwendung nicht wirklich kennst und nutzt, dann wird sie nicht funktionieren. Die eigene Nutzung spart Testzeit und macht erst den Blick auf Verbesserungsräume frei. Okay, das funktioniert nicht immer bei allen Dingen und Projekten. Aber bei denen es funktioniert:
Tu es einfach!

4. Architektur: Halte es schlank.
Wer alles will bekommt gar nichts. Halte es in allen Bereichen (Architektur, API, Design) schlank.
Tu es einfach!

5. Augenschmaus: Mach es schön.
Nutzbar und nützlich sind zwei verschiedene Dinge. Wenn eine Anwendung den Charme einer Proktologenpraxis ausstrahlt wird sie kein Erfolg. Sie wird nicht genutzt und die ganze Mühe der Entwicklung wird mit einem Schattendasein belohnt.
Tu es einfach!

In diesem Sinne: Happy ?????????!

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Geschrieben am Freitag, 09. Januar 2009, von Alex, abgelegt unter Allgemein

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