Ich hätte nicht gedacht, dass eine Handlungsanweisung für pragmatisches Change-Management so simpel sein kann: Verändere etwas. Möglichst sofort…
Eine Veränderungssituation fordert heraus, sie beunruhigt sogar. Alle müssen sich neu positionieren. Dem Gewohnheitskünstler Mensch fällt das schwer. Zügige Veränderungen des Ausgangszustands können da eine große Hilfe sein. Kleinigkeiten reichen schon. Die können nämlich zu gefühlten Großartigkeiten werden. (So kann eine neue Warteschleifenmusik tatsächlich Veränderungsberge versetzen.)
Also, die Veränderungen sollten spürbar sein für die Mitarbeiter – und auch die Bestandskunden. Die aber bitte nicht überfordern. Zu viel Veränderung mag konservative Kunden beunruhigen. (Wie sich das bei uns verhält, loten wir gerade aus.) Neukunden treffen ohnehin auf den veränderten Zustand.
Positiver Nebeneffekt kurzfristiger Veränderungen: Gibt es eine Änderungsliste, die man geordnet und zügig abarbeiten kann, wirkt das wie eine Stütze. Veränderung wird so zur Orientierungshilfe. Sie stabilisert die Situation, weil jeder einen Knochen hat, den er nagen kann.

Die neue KM2 >> Tischinsel
Seitdem wir z. B. direkt nach dem Neuerfindungsstartschuss in einem Raum an einer Team-Insel im wahrsten Sinne zusammengerückt sind, fühlt das Miteinander sich verschworener und wieder kraftvoll an. Alle haben geholfen, Tische und Büromöbel verschoben, aufgeräumt, entrümpelt, angepackt und schnell und nachhaltig für etwas Neues gesorgt. Gelebte und konstruktive Veränderung. Die kann dann Fundament und Anstoß für die nächste Veränderung sein. So entsteht Nachhaltigkeit.
Klar, es darf nicht nur bei oberflächlichen Veränderungen bleiben; oder bei Veränderung allein um der Veränderung willen. Sonst wird alter Wein bloß in neue Schläuche umgefüllt. (Fünf Euro ins Phrasenschwein, aber so ist es.)
Betriebswirtschaftlich optimal sind Change-Maßnahmen, die sich an Zielkriterien orientieren. Ist mit Blick auf den Umsatz z. B. eine Veränderung (Verbesserung) der Kundenkontaktsituationen möglich? Was ist mit dem Angebotswesen? Telefonverhalten? Website? Wie sieht es mit den anderen oder neuen Kommunikationsmaßnahmen aus? Und so weiter und so fort…
Hierbei spielen natürlich Aufwand und Nutzen sowie Mess-, Zähl- und Wiegbarkeit eine Rolle. Jedoch darf bei pragmatischem Change-Management aus Messen, Zählen, Wiegen durchaus einfach mal Veränderung fühlen, sehen, erleben werden.
Das Wichtigste ist: Ändere etwas. Kick ass!
Geschrieben am Samstag, 17. Januar 2009, von Nik, abgelegt unter Allgemein
Tags: Change, Kaizen, Management
[...] unsere Zukunft, Wertigkeit, wirtschaftliches Überleben, Ganzheitlicher Ansatz, Dinge durchziehen, Verbesserungen, Empathie, Motivation, Again [...]