Archiv für den Monat März 2009

Ankündigung: Next Stop Dortmund


Offizieller 33pt Trailer

Am Freitag sind 50% des KM2 >> Teams (die wunderbare Ada und das Biest ich) in Dortmund und nehmen am 33pt. Symposium teil.

Die Sprecherliste liest sich sehr imposant, fast wie eine kleine Typo: Phil Baines, Jos Buivenga, David Crow, Siggi Eggertsson, Sven Ehmann, Falk Haberkorn, Martin Majoor, R. Meek/F. Müller, Typeradio, von B und C, Sven Voelker und natürlich Autobahn (hat nichts mit Eva Hermann zu tun).

Wir werden live (ja, live!) bloggen und berichten. Also: Für alle die sich für Typografie interessieren und am Freitag nichts vorhaben: Hingehen. Denn, besonders geil: Bei 33pt. gibt es keine Teilnahmegebühren. Yeah.

Skurriles am Mittag

Am Donnerstag den 23. April feieren wir unsere Weihnachtsfeier. Wer jetzt meint, er habe sich verlesen, irrt. Ein Aprilscherz ist ausgeschlossen. Blasphemische Gedanken natürlich ebenso.
Letztes Jahr fiel unsere Weihnachtsfeier der Neuerfindung zum Opfer. Kein Grund zur Traurigkeit, denn in trauter Runde holen wir sie einfach nach.

Im Folgenden ein kleiner Ausschnitt meiner Gedanken hierzu:
Reise in die Karibik (yes!), Krimi-Dinner, Öko-Kart, Motto-Party, Einläutung der Grill-Saison mit Vegifoot, Theater, wir pflanzen gemeinsam unseren ersten Baum, Gummibärchen für alle …

Ich komme einfach nicht drauf. Noch 24 Tage Unsicherheit und Vorfreude.

Acer: Kein Sinn für Musik

Ich hab mir letzte Woche so einen Kindercomputer angelegt: Einen Acer Aspire One. Daher verspüre ich gerade ein unglaubliches, unbändiges WTF wenn ich das hier lese:

Es sieht so aus, als ob alle Besitzer eines Acer Aspire One, die sich vom schräpigen Sound der kleinen Lautsprecher nicht abschrecken lassen und ihre Lieblingsmusik voll aufdrehen, mit dem Nebeneffekt einer beschädigten Festplatte rechnen müssten.

via netbooknews.de

U2 scheint ein besonderer Harddiskkiller zu sein (Sorry, Nik!). Aber mal ernst: Festplatte gegrillt weil zuviel Vibration? Äh, Hallo? Was kommt als nächstes? Sonnenstürme in Ring 0, Mini-Blackholes auf der Frontlane oder Kernel-Panics weil der Serverraum nicht nach Feng-Shui eingerichtet ist und so die positiven Energieströme gestört sind?

Ich geh mal meine Alufolien-Hut suchen. Wtf?!

Geek Grrrl or Ada Lovelace Day

ada

Woha, fast verpasst: Heute ist ja Ada Lovelace Day. Und wenn es einen Ada Lovelace Day gibt, man im Büro eine Ada hat und es sich dann noch um elektronische Datenverarbeitung dreht, ist das doch … ziemlich geil, oder?

Squillionen von Bloggern (öhem) schreiben gerade über den weiblichen Einfluss im IT-Bereich. Bei manchen Berichten und Kommentaren drehen sich mir zwar die Fußnägel hoch (»Frauen in der IT sind auch nur Männer, gefangen im Körper einer Frau.«) aber ich entdecke auch alte Heldinnen: Grace Hopper (die Dame die wohl nicht ganz unschuldig war am Y2k-Problem, aber dafür den ersten Bug gefunden hat) oder Adele Goldberg (die uns die schönste Programmiersprache der Welt geschenkt hat) oder Erna Schneider Hoover (deren Entdeckungen unser Telefonsystem am Laufen halten). Wie geil.

Aber meine persönliche Heldin der IT sitzt einen Meter schräg gegenüber. Grrrrrrrl.

Blitzschnelle Kommunikation

Am Tag der Geburt meines Sohnes (allein das auszusprechen, ist wie ein großes Abenteuer: »mein Sohn«) wurde ich vom blitzschnellen Internet überrumpelt:

Ich wollte Freunde und Familie mit einer eMail inklusive einem ersten Bild von Noah überraschen. Es sollte ein Paukenschlag werden – und ich malte mir schon voll diebischen Vergnügens die Gesichter der Überraschten aus.

Aber ein Anruf bei meinem Vater, dem Neuopi, genügte: Kurz darauf rief mich Oli, mein alter Freund und zukünftiger Pate Noahs, an und hatte von Noahs Geburt bereits in Facebook erfahren. Die Nachricht sickerte – eins, zwei, drei – über eine meiner Cousinen ins Netz. Ich liebe das blitzschnelle Internet, aber diese Überraschung hat es mir verpatzt.

Wenn manches Unternehmen diese fixen Möglichkeiten des Netzes für seine interne oder externe Kommunikation doch nur nutzen würde…
Ein Intranet oder ein zugangsbeschränktes Extranet (zum Beispiel ein eigener Bereich mit Value added-Inhalten für Kunden; und bitte, es müssen nicht immer nur die technischen Datenblätter der Produkte sein) oder Messenger-Werkzeuge, die ein Miteinander wie auf Zuruf ermöglichen… Da geht einiges. Und ich reite darauf herum, weil ich mich stets darüber wundere, was in vielen Unternehmen noch längst nicht geht. Die meisten Kinderzimmer sind besser vernetzt und kommunizieren dichter und schneller.

Und gute Kommunikation ist oftmals die halbe Miete.
Apropos, hiervon weiß noch keiner: Heute kommen wir nach Hause. Entbindungsstation ade.

Ich bin Vater…

Noah

Noah

…seit 04:25 Uhr…
…Nabelschnur durchgeschnitten…

Ich verneige mich vor der Mama; wir Männer haben ja keine Ahnung…

Soundtrack:
»It’s a beautiful day« von U2
(Der Typ am Schlagzeug bin ich. ;) )

Früchtchen im Frühling

Früchtchen

Heute ist der Tag der Tage: Der Frühling ist da.
Wir haben bereits Gestern selbigen eingeläutet. Als Kai mal kurz draußen war, kam er zügig mit den Worten Ich hab euch was mitgebracht wieder. Tausend Dinge spukten durch meinen Kopf. Toilettenpapier, Spüli, Gläser, etwas Schickes zum hinstellen. Meine Gedanken wurden unterbrochen als Alex in Aktion trat: Was denn? Uii, wir kommen der Lösung immer näher, dachte ich und schob parallel die Kabelbinder, neue Büropflanzen und alle weiteren infrage kommenden Dinge beiseite. EIS entgegnete Kai euphorisch. Ich in Gedanken direkt bei meiner Lactase 9000 hab’ mich tierisch drüber gefreut. Man kennt es sicher, dass das erste Eis des Jahres bei strahlendem Sonnenschein am Besten schmeckt. Die Überraschung ist geglückt. Das Eis war saulecker und wir hatten den ganzen Nachmittag trotz Arbeit gefühlt dauerhaften Sommer.

Wie schaut es denn Heute aus: Strahlender Sonnenschein. In der Sonne gefühlte 23°C. Wir warten allerdings noch immer auf etwas ganz Bestimmtes. Wir warten und warten und warten. Früchtchen, komm’ in die Puschen.

Ich werde Vater (3): Warten und grübeln

Entbindungsstation Klinikum Stadt Soest. Seit nunmehr drei Tagen warten meine Liebe und ich auf unseren Nachwuchs. Aber das/die/der Kleine (Ob Mädel oder Bub, wissen wir immer noch nicht) lässt sich nicht blicken. Bei den Wirtschaftsnachrichten kann ich das gut verstehen.

Nik wartet...

Nik wartet auf sein Baby...

Noch am letzten Sonntag, als wir hier zur Kontrolle am Wehenschreiber angeschlossen wurden, gingen wir zwischen den spitzen Schreien einer jungen Frau, die gerade in fünf Metern Luftlinie ihr Kind bekam, in gedämpftem Tonfall davon aus, am Montag oder Dienstag unser Kind in den Armen zu halten. Pustekuchen! Heute ist bereits der vierte Tag. Und auch heute macht der kleine Mensch keine Anstalten, sich blicken zu lassen.

Genug Zeit, so dachte ich, mich einem langen Blogartikel widmen zu können, in dem ich etwas darüber erzähle, was wir, KM2 >>, die sexy Internet Company aus Düsseldorf, denn eigentlich so alles kann. Diese Darstellung unseres Portfolios bin ich, vielleicht erinnert man sich, bisher noch schuldig geblieben. Oder ich schreibe über den deutschen eCommerce Umsatz 2008, den die GFK vorgestern veröffentlicht hat, und wie wir unseren Kunden in Sachen Onlinevertrieb auf die Sprünge helfen.

Wohlan, munter angesetzt (Ich tippe: Die KM2 >> netz:innovationen.gmbh kann Internet und verbindet Inhalt, Funktion und Design und…), aber schon müssen wir wieder zur Untersuchung, an den Wehenschreiber oder zum Arztgespräch.

Kurzer Einschub: Natürlich ist es meine Freundin, die untersucht und an den Wehenschreiber angeschlossen wird, aber als moderner Mann ist man natürlich solidarisch schwanger. Nicht zuletzt, weil die moderne Frau es ganz gern hat, wenn der moderne Mann sich »einbringt«. Also sind wir schwanger, werden wir an den Wehenschreiber angeschlossen und von Hebammen und Ärzten untersucht, haben wir Wehen, weil bei uns die Geburt eingeleitet worden ist, und sitzen wir rum und warten und warten. Alles andere wäre Drückebergerei. (An dieser Stelle danke ich meinen Kollegen für ihr solidarisches Warten.)

Apropos Hebammen und Ärzte: Gestern erfuhren wir von einer sehr netten Hebamme, dass bei uns eine Hebamme ganz ohne Arzt Kinder zur Welt bringen darf, umgekehrt ein Gynäkologe aber eine Frau bei einer Geburt ohne Hebamme nicht mit der Kneifzange anfassen darf. Das ist sogar im Hebammengesetz geregelt. Ja, ja, man lernt nie aus.

Zurück zum Thema: Wir warten also… und warten… und warten…. Wer einen Krieg gewinnen will, sollte den Gegner einfach warten lassen, bis sich Entschlossenheit und Widerstandskraft durch Langeweile und Trägheit in Luft aufgelöst haben. Anyway, wer wartet, hat Zeit zum Nachdenken. Und ich grüble über meine hoffentlich dann doch bald beginnende Vaterschaft und darüber, was es heißt, einen kleinen Menschen in diese Welt zu setzen…

...und wartet...

...und wartet...

Was soll man halten von einer Welt, in der man selbst historische Konstanten nicht mehr gelten lässt, indem man neulich herausfindet, dass Vermeer einige seiner wichtigsten Werke gar nicht selbst malte, sondern von seiner ältesten Tochter malen ließ, Robin Hood in Wirklichkeit ein unsympathischer Terrorist und Columbus kein Genuese, sondern ein Schotte war und Shakespeare tatsächlich so aussah wie ein Ralph Fiennes in »Shakespeare in love«…?!

Aber mal im Ernst: Schaue ich mir die Welt mit den düsteren Aussichten für Wirtschaft und Ökologie an, kann einem schon mulmig werden: Auf einen Zusammenbruch des Finanzsystems folgt ein innerhalb so kurzer Zeit nie gekannter Nachfrageeinbruch, mit dem die globale Wirtschaft nun zu kämpfen hat. Deflation? Inflation? Gängige Wirtschaftsmodelle versagen.
Desorientierte und emotional verarmte Jungmänner fallen durch gesellschaftliche Raster oder rasten im wahrsten Sinne des Wortes aus.
Polkappen schmelzen, Eisbären verhungern oder ersaufen. Wasser wird in bestimmten Regionen immer knapper. Ehemals fruchtbare Landstriche werden von sich ausbreitenden Wüsten verschluckt. Und, und, und…

Was wird sein, wenn unsere Püpse in zehn, zwanzig, vierzig, fünfzig Jahren über diese Erde wandeln? (Nicht wundern, Arbeitstitel für unseren Nachwuchs lautet Püpschen, sprich: Püps-chen, nicht Püp-schen. Wer Kinder bekommt, fängt an im Diminutiv zu denken.)

Ich will nicht klingen wie ein Prophet der Apokalypse, aber man macht sich so seine Gedanken, wenn die neue Verantwortung für ein Kind an die Türen klopft.

Der eine oder andere mag nun einwenden, warum wir uns dann auf das Abenteuer Kind einlassen.
Warum nicht? Zynismus mal beiseite, Kinder in die Welt setzen ist doch die eine Tat, zu der uns unsere Biologie befähigt hat, lange bevor wir einen Mann zum Mond schießen konnten. Man will von uns, dass wir uns fortpflanzen. Wie die Wirtschaft, Umweltverschmutzung, das wunderbare Internet oder Dieter Bohlen gehören Kinder auch zum Leben. Was würde werden ohne Kinder? (Und ich will jetzt keine Diskussion über das Thema Überbevölkerung starten.) Irgendwer muss schließlich für unsere Rente sorgen, Produkte kaufen, Websites nutzen oder Deutschlands nächster Superstar werden.

Jetzt aber nochmal im Ernst und ohne Miesepeterei: Ich freue mich auf mein Kind. Auf das Abenteuer. Darauf, dass wir zu dritt sein werden und auf einmal alles auf dem Kopf stehen und anders sein wird. Point of no return. Ich freue mich darauf, Verantwortung für einen kleinen Menschen zu übernehmen, und dass noch ein schlagkräftiger Grund hinzukommt, warum man das alles hier macht.

Aktueller Zwischenstand: Die Herztöne unseres Kindes sind kräftig. Also, alles in Ordnung. Und wir warten weiter…

Warten

Gurken, annyone?

Der Volksmund ist ja ach so weise und behauptet lapidar, Vorfreude sei die schönste Freude. Das ist natürlich und bekanntermaßen Unsinn, wurde aber so oft wiederholt, dass sich dieser Spruch gehalten hat. Vorfreude ist nicht schön, sie ist nervenzerreibend.

Wir warten. Nicht auf Godot, nicht auf ein Schnitzel mit Röstkartoffeln, nicht auf die nächste geile Idee, nicht darauf, dass die Kopfschmerzen weg gehen, sondern auf den Nachwuchs!

Ehrlich: Als jemand der jetzt nicht sooo den dicken Draht zu kleinen Menschen hat, als jemand der nicht in debiles Sabbern verfällt, wenn er Babyartikel sieht (oh, ist das süüüüß(!!!), wie niiiiedlich(!!!) etc. pp.), hätte ich nicht gedacht, dass ich so aufgeregt sein könnte/würde. Wenn der Nachwuchs bis morgen nicht da ist, besorgen wir Nik einen Twitter-Account.

Boah, langsam verstehe ich, was mit Phantomschwangerschaft gemeint ist. Essiggurken, anyone?

Abbildung: Wikimedia Commons – Public Domain

Wir beschreiten die Zukunft

Wir haben nicht nur nette neue Untermieter, Ökostrom und eine schnicke Warteschleifenmelodie, nein! Ab sofort haben wir eine viel schnellere Internetverbindung. Ich sag das mal so: Jaaaaaaaaaaaa! Toll, toll, toll.

Schnelleres Internet
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