Archiv für den 24. April 2009

Der Kunde ist König

Die Arbeitsgruppe Tu-Mal-Was-Zusammen (in diesem Falle Ada und Alex) ist an diesem Freitag so beschwingt vom Sonnenschein (aber sowas von), dass sie den geneigten Lesern ihre hochphilosophischen Gedanken zum Thema dicke Eisverkäufer nicht zurückhalten kann.

mcfurry

Quelle: McDonalds McFlurry

Vorweg: Nicht alle von uns sind wirklich überzeugte Fast-Food-Anhänger (btw. Wieso muß eigentlich Fast-Food immer Junk-Food sein?!). Es soll sogar Salatesser und Gemüsezüchter bei KM2 geben. Haben wir gehört. Irgendwie.
Sei es wie es sei: McDonalds mischt die Eiskultur auf. Der Kunde bestimmt, wie er sein McFlurry genießen mag.
Es ist erstaunlich, dass ein Konzern wie eben jener der da oben diese Kalorienbombe dieses Eis anbietet, jetzt auf die Idee kommt, die Kunden Einfluß auf ihr kulinarisches Erleben nehmen zu lassen. Mitspracherecht bei McDonalds? Wow, fast wie freie Wahlen auf Kuba.

Statt der “SÜSS”-Partei hat der Kunde jetzt die Qual der Wahl zwischen süß, kreischsüß, hell oder dunkel, bunt, fruchtig, oder schockoladig. Eins steht fest, klebrig sind sie sicher alle (und süß!).

Solche Ketten haben einen Vorteil: Sie sind annonym. Anders als in diesen kleinen, schnuckeligen Läden, wo der Inhaber mit dickem Bauch und weißer Schürze stolz hinter seiner Theke steht und mit einem plaudert (stundenlange Begrüßung, Fragen nach dem Gesundheitszustand der Kinder/Partnerin/Haustier etc), ist man dort einfach nur ein Kunde von vielen.

Kettenläden sind öffentliche Räume, die man als Stadtnomade benutzen kann. Anonym, direkt, wie ein Wasseranschluß oder eine Steckdose. Plug in and enjoy.

Bei den kleinen Oasen ist man hingegen wirklich Gast (und hat sich auch so zu verhalten, sprich artig auf alle Fragen zu antworten, dass es den Kindern gut ginge, die Partnerin jetzt Yoga mache und der Leguan Theo um stattliche fünf Zentimeter gewachsen sei).
Das Eis schmeckt aber trotzdem besser dort. Vielleicht, weil man eben Gast ist und kein Kunde.

Die totale Neuerung von dem Konzern mit M ist aber gar keine solche. Wenn wir bei unserem dicken Eisverkäufer frage, ob wir vielleicht, wenn es denn möglich wäre, ein kleines bisschen Schlagobers bekommen könnten und wenn er schon dabei wäre, auch ein klitzekleines bisschen Krokant hinzufügen wolle, dann: bekommen wir genau das.

Aber nicht anonym und mit blindem Gehorsam. Wenn wir Dinge verlangen die wirklich nicht zusammen passen (Schokolade und Apfel und das auch noch in der Waffel), schaut unser dicker Eisverkäufer ganz traurig.

Hey, machen wir uns da mal nichts vor, dieser Mann versteht etwas von Speiseeis. Der dicke Eisverkäufer ist unsere die Geschmacksinstanz für alle Dinge unter null Grad. Er würde sich niemals weigern unseren Wünschen Folge zu leisten (er ist ja der Gastgeber), aber dennoch ganz traurig dabei schauen. Das nennen wir mal Beratung.

Und genauso ist das im Agenturalltag. Statt ein dicker Großkonzern zu sein, sind wir lieber dicke Eisverkäufer die ihre Arbeit mit Liebe und Leidenschaft vollbringen.

Für unsere Webprojekte greifen wir auf folgende Zutaten zurück: Ehrlichkeit, Schnelligkeit, Direktheit, Realness und Katzen (yeah!).

Zutaten für Online-Kommunikation

Auch hier ist die Mischung wichtig. Aber wichtig: Katzen passen immer.

All you need is laugh II

feier2009

Als Kai verriet, wohin unsere nachträgliche Weihnachtsfeier geht war ich anfangs schon etwas skeptisch. Circus, naja …

Los ging alles um kurz nach fünf. Um den Abend grün zu halten, machten wir uns zu fuß auf den Weg; das ist nicht nur gut für die Umwelt sondern auch für’s Gemüt und den Körper.

Das Restaurant war sehr ausgefallen. Die Stimmung auf dem Boot war richtig gut, das Essen saulecker. Dann kam der Moment: wir betreten den Circus.
Heute Abend wirst du etwas erleben. Du wirst lachen und sehen, dass es okay ist sich wie ein Kind zu fühlen. Wie meint der Clown das denn jetzt? Nach allein fünf Minuten wusste ich es. Ich wusste hingegen nicht, ob ich mehr staunen oder lachen sollte und entschied mich kurzerhand für beides. Den Jungs ging es genauso. Kurzer Blick nach links und rechts verschaffte mir Gewissheit.
Kai wurde in diesem Jahr vom Clown verschont. Zeitweise war es sehr eng, ich habe alles gegeben und kurzweilig unglaublich beschäftigt auszusehen um ja nicht in die Manege zu müssen. Ein Blick (wieder nach rechts) zeigte mir, dass Kai auch erleichtert war, als der Clown andere Opfer wählte.
In der Pause fiel mir auf, dass alle Circus-Besucher unglaublich ausgelassen und fröhlich waren. Der Alltag und die Wirtschaftskrise waren vergessen. Ich stand heute schon mit Körperspannung in Position und jonglierte vor Spiegeln, Alex tat selbiges in einer dreiminütigen Pause. Warum? Cause all you need is laugh!

Nach der Vorstellung sind wir noch gemeinsam unterwegs gewesen. Es war ein toller Abend mit einem tollen Team. Vielen Dank.