Archiv für den Monat Mai 2009

Mit Sohn im Büro

Heute habe ich es gewagt: Ich war mit meinem zehn Wochen alten Sohn im Büro. Bevor mich jetzt jemand ausbuht, als Rabenvater beschimpft und durch die virtuelle Spießgasse schickt, möchte ich sagen: Manchmal geht’s in modernen Zeiten nicht anders. Die Mama hat überraschend zu tun, der Papa arbeitet, eine Aufsicht ist nicht so schnell aus dem Hut zu zaubern, da wagt man das Experiment – und fährt mit dem Kleinen ins Büro. (Könnte auch ein schöner Songtitel sein: Mit dem Kleinen im Büro.)

Was soll ich sagen: Der Kleine hat sich wacker geschlagen. Ich, der Papa, aber auch. Ö-höm. Es ist allerdings schon ein bisschen komisch, wenn man, das glucksende Würmchen auf dem Arm, mit Kunden telefoniert. Da möchte man sich mal selbst beobachten können. Es hat geholfen, dem Kunden zu sagen, dass der Kleine mit am Hörer hängt. Das Ganze bekam eine schöne persönliche Note.

Etwas gehetzt war ich allerdings, als der Kleine nicht mehr schlief, sondern putzmunter war und um Aufmerksamkeit bat – mit herzhaftem Geschrei, Subtext: »Papa, spiel mit mir.« »Meine Windel ist voll.« »HUNGER!«

Ergebnis: Ein gesalzener Schweißausbruch und das Register an Tricks, das man parat hat, um den Windelpiraten zu beruhigen. So ein Geschrei wirkt im Büro völlig anders als in den eigenen vier Wänden. Man fängt automatisch an zu flüstern, weil alles viel, viel leiser ist. Da klingt das Gegreine eines Säuglings wie der lang anhaltende Urschrei eines Fuffzigjährigen. Sei doch leise, Schnitzelchen, bitte, bitte, bitte, bitte… Und die Kollegen stehen schon mal gelassen um einen herum und schauen sich das Spektakel an. Puh, dann weiß man, jetzt gibt es nur dich und deinen Sohn. Gib dein Bestes.

Irgendwie ging’s am Ende. Ich habe sogar etwas geschafft, mehr oder weniger, aber Live-Blogging, was ich eigentlich vorhatte, war partout nicht möglich. Na, dafür jetzt aber diese Nachberichterstattung.

War schon froh, als die Mama wieder dran war. Mamas sind die Besten. Ja ja, das schreib ich jetzt nur, um beim nächsten Mal nicht wieder mit dem Kurzen ins Büro zu müssen. Okay, okay, jetzt könnt ihr buhen. ;)

Mölleken Fotografie

MÖLLEKEN FOTOGRAFIE

Noch einer aus der Kategorie: Erzähle von dem, was du tust. Gestern haben wir, die lustige Internetagentur aus Düsseldorf, zusammen mit dem Kreativstudio DIEGUTGESTALTEN die Website des Fotografen Sebastian Mölleken online gebracht. Der junge Mann kommt aus Oberhausen und hat unter anderem in Köln, Düsseldorf und Berlin gearbeitet. Seit 2006 schießt er seine Bilder als selbständiger Fotograf und ist übrigens vor wenigen Tagen erst (welcome to the club) Vater geworden. Unsere Gratulation und alles Gute!

Kühe unter einer Autobahnbrücke, eingeschweißte Heuballen hinter Schrottwagen im Winter, eine abbruchreife Bunkerlaube oder ein Fußweg in Steinwurfnähe zur Autobahn. Bei ihm bekommen NRW-Trostlosigkeit und NRW-Gesichter eine völlig eigene Ästhetik. Wer den Rheinpott kennt, weiß sofort, was er meint. Seine Arbeiten prägt ein klarer, beinahe unterkühlter Stil, der einem am Ende Ehrliches zeigt. Auf der Website gibt’s noch mehr zu entdecken.

Wir freuen uns auf das Shooting mit ihm…

Die 4hc-Community bloggt

4hcbloggtsprech

Seit wenigen Tagen bloggt’s bei 4hc. Auf Wunsch der regen 4hc-Gründer haben wir die 4hc-Welt um die Blog-Komponente erweitert, da unter dem Motto Viel Lärm um alles nun mehr und direkter aus dem 4hc-Universum berichtet werden soll. Wir sind gespannt.

Für alle, die 4hc nicht kennen:

4hc – for handicapped ist die Kommunikations- und Informationsplattform für Menschen mit Handicap und deren Umfeld.

Und weiter steht auf der 4hc-Website:

4hc richtet sich nicht nur an Menschen mit Behinderung oder schweren Krankheitsbildern, sondern auch an alle die damit zu tun haben, sowie Angehörige und Interessierte.

Wichtiges Thema und gutes Projekt, das wir im Rahmen unserer Möglichkeiten bereits seit einigen Jahren unterstützen. Die 4hc-Community wird von uns grafisch und technisch rundum betreut. Der Umgang ist familiär, über jeden Erfolg oder zusätzlichen Nutzer in der Community freuen sich alle gemeinsam. (Wie damals über die Link-Kooperation mit bahn.de. Strike!)

Bei der Community wird sich demnächst übrigens einiges tun: Stichwort Relaunch. Alles neu macht (hoffentlich) noch der Mai. Dazu aber mehr, wenn es tatsächlich soweit ist…

Jetzt heißt es zunächst:  Blog on, 4hc!
Wir werden mit Freude lesen.

SIGINT 09: Kleine Aufmerksamkeit

buttonsigintHier der neue Button, damit die Welt auch weiß, worüber der Dialog in Bezug auf den vorangehenden Artikel der SIGINT 09 geht.
Der Button stammt vermutlich vom 23. Kongress. Nein, nein, keine Illuminaten, keine Panik, just SIGINT 09.

Nachtrag: Alex bereichtet mir gerade, dass der Button nicht vom 23. Kongress stammt, sondern noch viel längeres Bestehen vorweisen kann. Der 18. Kongress darf es also sein.

Zahlen über zahlen: Was zählt? Danke.

SIGINT 09: Pranks, Bugs, and Insecurities

SIGINT 09: KM2 besucht den Kongress

Sagt man aber an einem Tag, an dem Fortuna Düsseldorf um den Aufstieg spielt, dass man lieber auf einen Hackerkongress fährt, statt sich das Spiel anzusehen, erklärt man quasi seinen Austritt aus der menschlichen Gesellschaft. Aber die nette Internetagentur aus Düsseldorf opfert sich und entsendet einen tapferen Korrespondenten zur Sigint nach Köln. Mich.

(weiterlesen …)

Mein Sohn Noah… Das Warten hat sich gelohnt

Noah
Noah

Wer mitgefiebert und mit mir gewartet hat, wird sich erinnern: Vor neun Wochen bin ich Vater von Noah geworden. Das Bild zeigt, was aus dem jungen Mann bislang geworden ist.

Zu erleben, wie sich allmählich eine kleine Persönlichkeit herausbildet, ist ein grandioses Spektakel. Der Kleine ist rotzcool

Thanks for landing on this planet, li’l man.

Vim: IntelliSense für den besten Editor der Welt

Alle Anhänger der Church of Emacs mal kurz weglesen. Hier ein kleiner Tipp, um den besten Editor der Welt (Vim!) noch besser zu machen. Ehrlich: Bis Version 7 habe ich immer ziemlich neidisch zu den VisualStudio Schwestern und Brüdern geschaut. Deren Editor hat nämlich eine Autovervollständigung. Und sowas steigert die Produktivität auf Codeebene doch enorm. Aber Vim wäre Emacs wäre nicht Vim wenn es das nicht auch könnte!

Einfach folgendes Code-Snippet zur ~/.vimrc hinzufügen:

autocmd FileType c set omnifunc=ccomplete#Complete
autocmd FileType css set omnifunc=csscomplete#CompleteCSS
autocmd FileType html set omnifunc=htmlcomplete#CompleteTags
autocmd FileType javascript set omnifunc=javascriptcomplete#CompleteJS
autocmd FileType php set omnifunc=phpcomplete#CompletePHP
autocmd FileType python set omnifunc=pythoncomplete#Complete
autocmd FileType xml set omnifunc=xmlcomplete#CompleteTags

Und wie komme ich jetzt an Autovervollständigung? Einfach tippen und mit Ctrl-X Ctrl-O Vim den Rest erledigen lassen.

Btw: Wieso ist die Debian Standardkonfiguration von Vim eigentlich so unterirdisch? :wqa!

Facebook funktioniert

Dass ich mal die obige Headline schreiben würde, hätte ich selbst nicht für möglich gehalten. Ja, die Online-Community Facebook funktioniert… bei mir (huch). Ich kann zwar nicht behaupten, minüt-, stünd- oder täglich das Vergnügen zu haben, aber doch einige Male in der Woche.

Entscheidend war und ist für mich, welche Personen ich dort vorfinden könnte. Einige meiner sehr engen Freunde treiben sich derzeit regelmäßig in Facebook herum, so dass die Relevanz des Mediums gegeben war. Ferne Bekannte spielen für mich eine eher untergeordnete Rolle. Trotzdem ging ich anfangs davon aus, gerade die etwas flüchtigeren Bekanntschaften in bzw. mit Facebook poolen zu können. Aber: Aktueller Anlass meiner Nutzung sind ganz eindeutig die engen Buddies. So spiegelt die Online-Welt im Grunde meine Vernetzungen in der echten Welt.

Der Facebook- bzw. Online-Community-Skeptiker wird jetzt fragen, warum denn dann nicht weiterhin Freundschaften in der realen Welt pflegen und leben. Weil es mit Facebook ein wenig direkter, schneller und dem Anschein nach persönlicher geht als per E-Mail. Da wir modernen Menschen ohne Zeit und Rast dazu neigen, unsere Kontakte durchzuökonomisieren, wie einer meiner Freunde es unlängst ausdrückte, ist Facebook bei engem Zeitbudget ein schönes Tool, Kontakte bei gefühltem Miteinander doch auf Distanz zu halten. Eigentlich ein Blödsinn, denn in echt sind mir die Lieben doch lieber. Das hieße: mit jedem gefühlten Mehr an Zeit würde für mich der Nutzen von Facebook abnehmen.

Das sagt jetzt viel über mich aus: Weil ich mich zeitlich ständig ein wenig getrieben fühle, bin ich also jemand, der sich mit Facebook Freunde auf distanzierte Weise nah hält. Die Unverbindlichkeit, die einem die Online-Welt verschafft, hilft in einer Welt voller zeitlicher Verbindlichkeiten.

Nun aber zum zweiten Punkt, der Facebook und Konsorten interessant macht: Die gefühlte unmittelbare Nähe; denn wo es Zeit gibt, gibt es auch Raum. Es ist schon sehr begrüßenswert, örtlich entfernt lebende Freunde auf dem kurzen Community-Weg (im Verbund mit den nahen Freunden) erleben zu können: Ferner Freund ganz nah. (Und im Idealfall kennen sich alle, dann macht es es richtig Spaß.)

Am Ende möchte ich es so fassen: Facebook funktioniert derzeit. Muss ich jedoch wirklich den ganzen Schnickschnack von meinen Leuten wissen, den man mit den Facebook-Community-Features erquizzen und in die Runde posten kann? Nein, nicht wirklich. Im Zweifel wusste ich lange vor der Existenz von Facebook, welche fünf Lieblingsplatten mein Kumpel Oli nennen würde. Brauche ich eine virtuelle Schneeball- oder Kissenschlacht, mit der ein Interaktionsanlass konstruiert wird? Nein, auch nicht wirklich.

Gepflegte Facemail über einem gepflegten Glas Rotwein ist dann letztlich doch am allerschönsten… Aber am nächsten Tag, im Brass des Jobs, mit Meilen zwischen den Freunden und mir, da ist Facebook tatsächlich ganz nützlich. Für das schnelle Hallo, die nette Frotzelei – und das Gefühl von Verbundenheitsein.

Ein Tier wird gekrault und genießt es (sichtlich)

Katzencontent war gestern. Hier aus der Liste der seltenen Tiere, Kategorie »süß!«:

Wenn ich lieb frage: Krault mich auch jemand? Bitte.

Abakus SEMSEO Konferenz in Hannover

Live Blogging: Kurzes Feedback von der SEMSEO in Hannover. Ich habe mich gerade am Buffet gesättigt und wollte nun ein kurzes, erstes Zwischenfazit ziehen.

In der sehr netten Location, nämlich im alten Rathaus von Hannover diskutieren heute ca. 350 SEOs über die neusten Dinge rund um das Thema Suchmaschinenoptimierung. Nach einem kurzem Abriss von Microsofts Vorstellungen über die Entwicklung der weiteren Trends im Suchmaschinenmarkt, stellte Marcus Tober von Searchmetrics sehr gut die Veränderungen der Google Universal Search vor und gab Tipps, wie man seine SEO-Strategie anpassen kann. Hierzu holte er sich angeblich relativ spontan noch Hilfe von anwesenden Experten für die Bereiche Video, News sowie Google-Base. Eine sehr gelungene Session.

Das für mich persönlich, bisherige zweite Highlight war die Vorstellung der sistrix Toolbox durch Johannes Beus. Getarnt in einen Vortrag über den Vergleich von SEO-Tools, machte Johannes hier hervorragende Werbung für seine Toolsammlung.

Gleich geht es weiter mit einer Session von Thomas Prommy. Thema: Linkbuildung durch Widgets. Ich bin gespannt.

Update 15 Uhr: Der zweite Teil – rund um das Thema Linkbuilding 2.0 – ist nun vorbei. Wie angedroht gab Thomas Prommy einen, in meinen Augen, relativen lauen Vortrag zu Widgets. Inhalt: Widgets können zum Linkaufbau verwendet werden. Fertig. Mehr als ein paar Beispiele waren leider nicht dabei. Danach wurde es jedoch technisch sehr interessant. Uwe Tippmann erklärte, wenn auch zu Beginn recht trocken, die Zukunft des Linkaufbaus und vergaß nicht den kleinsten, technischen Aspekt dabei.

Nun ist auch die kleine Pause schon wieder vorbei. Noch ein bisschen Werbung von IntelliAd und es geht weiter mit einer Podiumsdiskussion und der SEO-Klinik. Hierzu heute abend noch ein weiteres Update.



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