Macht man das? In einem Agentur-Blog über den Tod eines Menschen schreiben? – Warum eigentlich nicht? Wir haben uns doch vorgenommen, hier auch persönlichere Einblicke zu gewähren? – Nun denn… Und das Tippen stockt… Erstaunlich, wie man mit dem Tod eines Freundes im Alltag umgeht, wenn man eigentlich keine Zeit dafür hat. Es geht doch immer nur voran, von Projekt zu Projekt, gesund, voll im Saft, grenzenlos, ganz vorn, am Ball, Marsch, Marsch, Web zwo, null, zwo, drei, vier.
Da stirbt ein lieber Mensch an einem schweren, bis dato unheilbaren Leiden; im Vorfeld schon fiel es einem schwer, mit der Situation umzugehen: Begegnungen werden unbeholfen, Reden wird zu Schweigen, immer seltener sieht man sich. Bleiben Ratlosigkeit und Wut. Und mit einem Mal steht man vor der unfassbaren Endgültigkeit. Nie mehr. Das Leben schnauzt: Kommt alle klar damit. Und natürlich kommt man klar damit, aber etwas ist anders. Es ruckelt und weiter geht’s. Das nächste Twitter-Gewitter wartet. Puh.
Ein Freund sagte neulich zu mir: »Wir haben unsere Kontake alle so schön durchökonomisiert« und meinte XING, E-Mail und unser aller Handy-Nummernspeicher. Contact on, contact off, ganz auf das knappe Zeitbudget und den jeweiligen Grenznutzen zugeschnitten. Vielleicht hat er übertrieben, aber mit den Tools lassen sich Bekannte und Freunde wunderbar auf Entfernung halten. Man hat ja keine Zeit.
Ich hatte mir fest vorgenommen, unseren Freund mit unserem kleinen Sohn im Hospiz zu besuchen. Einen Tag vorher schlief er friedlich ein. Gute Reise, alter Junge.
Als die Favicons mit dem Internet Explorer 5.0 aufkamen wurden die Dinger anfangs belächelt. Klickibuntispielerei. Und der Support der Browser war anfangs wirklich unterirdisch. Vor allem der Internet Explorer spielte Favicon-Lotterie. Heute sind die Dinger aus dem Netz nicht mehr wegzudenken. Um schnell eine Seite im Bookmark-Menü zu finden oder ein bestimmtes Tab schnell parat zu haben: Einfach praktisch.
Ein Favicon im CMS Typo3 einzubinden gestaltet sich ziemlich einfach:
page.shortcutIcon = fileadmin/images/favicon.ico
Bonuslevel iPhone: Die Sache wäre ziemlich einfach, gäbe es da nicht noch eine kleine Firma aus Cuppertino, die gerne ihr eigenes Süppchen kocht, wenn es um Icons geht. Das iPhone und der iPod Touch bieten die Möglichkeit Links als Favoriten direkt aus Safari zum Dashboard hinzuzufügen. Doch, wie bekommt man sein Icon in Typo3? Kein Problem, einfach folgendes Snippet in sein Typo3-Template aufnehmen:
Die umgebrochene Zeile ohne Backslashes, die Spalte des KM2 Blogs ist zu schmal
Jürgen Siebert hat drüben im Fontblog eine geniale Anleitung zusammengestellt, wie man sich ein optimales iPhone-Icon bastelt. Sehr lesenswert. Read on.
Wir versuchen uns heute mal in der Pause als Botaniker. Es brummt und buzzzzt und überhaupt nichts steht still im Hause KM2. Da ist es schwer, noch zusätzliche Kraft und Zeit und Laune aufzubringen, etwas außergewöhnliches zu machen. Aber KM2 wäre nicht KM2, wenn … you know.
Düsseldorf, enttäusche mich nicht! Lass bitte mehr als drei Leute erscheinen. Bitte, bitte, bitte. Solche Gedanken gehen einem durch den Kopf, wenn man zu seinem ersten Flashmob aufbricht. Bitte, wenigstens fünf Leute. Oder auch nur vier. Aber nicht der einzige sein. Bitte! Aber Düsseldorf ist Düsseldorf und Düsseldorf enttäuscht einen so schnell nicht. Pünktlich um 14:30 kam es zum Freeze. Ich schätze es waren um die fünfzig Leute da (schwierig zu sagen, weil umdrehen und nach schauen ist ja nicht), andere meinten etwas von achtzig oder gar hundert. Sei es wie es sei: extrem cool war es, auch wenn drei Minuten still stehen gar nicht mal so einfach ist – vor allem wenn man ein kleines Himbeereis vor der Nase hat. Erstaunt hat mich die Zusammensetzung des Mobs: Breit gestreut (auch wenn ich wohl dazu beigetragen habe den Altersdurchschnitt ordentlich zu heben).
Und dann kam er, als sich der Mob wieder auflöste, der Satz des Tages:
Bis später dann in Facebook!
In diesem einfachen Satz steckt für mich der Beweis, dass soziale Netze in der Popkultur angekommen sind. Die Heavy User mögen jetzt ganz zerknirscht dreinschauen und meinen das sowas schon lange sowas von out sei und FAIL! und so weiter. Das dürfen die Heavy User gerne in ihre Dreitagebärte oder Latte Macciato grummeln. Denn das ist mir ganz gleich. Heavy User setzen bei popkulturellen Dingen Maßstäbe an, die an Authismus grenzen (ich sag nur Star Trek!). Und da macht es keinen Unterschied, ob es nun Media-Freaks oder Autoschrauber-Otaku sind. Dieser einfache Satz ist für mich der Proof-Of-Concept in Sachen Social Netzworks. Nicht in Sachen Geschäftsmodell (ganz klares FAIL!), sondern in ihrer Funktionsweise (FTW!). Lange Zeit war ich äußerst skeptisch gegenüber diesen Plattformen (und bin es zum Teil noch immer). Aber seit Samstag bröckelt mein emotionaler Schutzwall.
Denn, auch wenn diese Netzwerke ihre Funktion erfüllen und Menschen untereinander vernetzen und die Kommunikation vereinfachen, steht auf einem ganz anderem Blatt, ob wir wirklich unsere komplette digitale Identität irgendwelchen klingeltonvertickenden Start-Ups oder allwissenden Datensammlern überantworten wollen? Ob eine Vierzehnjährige wirklich einen SchülerVZ-Account braucht? Und ob wir uns, entgegen aller Internetgepflogenheiten, solche (Infra)-Struktur-Konzepte wirklich von einer Handvoll Anbieter, ohne Diskussionen, ohne RFC, ohne zugängliche, freie Implementierung, vorschreiben lassen wollen?
Aber spätestens wenn die Netzwerke kostenpflichtig werden (mein Tipp: in sechs Monaten ist es soweit) entscheidet es sich, ob das alles nur ein kleiner Ausflug war oder sich das Internet in diese Richtung bewegt. Nämlich daran, ob die Internetgemeinschaft es schafft solche Netze dezentral zu organisieren. In einer Art, die dem einzelnen Kontrolle über seine Daten gibt. Vielleicht per Peer-To-Peer, 256-Bit Verschlüsselung, Identitätsverwaltung und einem Web-Of-Trust. Ich komme ins Schwärmen.
Aber bis dahin machen wir weiter lustig Flashmobs. Freeeeeeeze.
Mannnnn, soviel zu tun, man kommt ja nicht mal dazu, die Hamer-Ober-Knaller-News auch mal zu veröffentlichen. Das Leben ist schon wirklich hart. Aber jetzt wollen wir mal ordentlich prahlen:
KGM – Rechtsanwälte und Steuerberater glänzen im Internet mit einem nigelnagelneuem Webauftritt. Das Layout ist klassisch gehalten und ordentlich reduziert. Schließlich sind die Dienste von Juristen keine Sache die man unbedingt schreien muss. Auch der leise Vogel findet einen Platz. Klare Strukturen und viel Luftigkeit greifen ineinander und eignen sich gut um die Kerninhalte zu vermitteln. Unter der Haube werkelt ein mächtiger Typo3-Motor, ordentlich tiefer gelegt, schicke Breitreifen, nur der Fuchsschwanz fehlt (noch).
Aber mal ganz ohne Flachs: Die Herren von KGM sind sowas von coole Kunden: Straight, direkt, auch bereit zuzuhören, wenn man sie berät. Bei eBay würde man sagen: Alles super, gerne wieder. So, genug geprahlt.