
Jeder kennt sie, die magische Anziehungskraft eines Kultfaktors. Auch, oder sagen wir besser besonders, wir Werber machen vor ihr keinen Halt.
Neuerdings, also seit ich den Film E.T. Der Außerirdische 1986 auf VHS zusammen mit meiner Schwester sah, bin ich fasziniert vom Kultobjekt und gleichsamen Mythos BMX. Diese Räder sind klein, aber haben es faustdick hinter den Ohren. Manchmal ist das bei Menschen ebenfalls ein zu beobachtendes Phänomen.
Am Wochenende entschied ich mich, im Laden round about 20 BMX-Bikes zu testen. Schon nach kurzer Zeit war mir klar: Ohne ein BMX, werde ich diesen Laden nicht mehr verlassen. Langsam wird es Zeit sich wirklich bewusst für dieses Kultobjekt zu entscheiden und nicht wie gehabt nur annoym. Nachdem ich 157 Minuten in diesem Laden verbracht hatte, entschied ich mich für das Bike, was am besten zu mir passt, um natürlich auch die Wirtschaft anzukurbeln und so meinen Teil bekennend bewusst beizusteuern.
So ein Kultfaktor kann einem ganz schön zusetzen. An dieser Stelle möchte ich dem Begründer der Herstellerfima Univega, Mr. Ben Lawnee, danken: Yes, I ride it my way. So ist das eben, die einen sind fasziniert von Autos, die anderen von Toastern und manche eben auch von BMX Rädern.
Im Kindesalter lernen wir alle das Gefühl kennen, etwas unbedingt haben zu wollen. Natürlich steht das immer in Abhängigkeit zu dem, was uns umgibt, den Mitteln und der Erfahrungen. In der Wüste würde ich sicherlich fluchen, wenn mir dort jemand einen Toaster geben würde und die Wasserflasche selbst auszüppeln würde.
Ein Kultfaktor kommt nicht als selbiger zu Welt. Es bedarf viel Stehvermögen, lange Bekanntheit sowie Aufmerksamkeit der Konsumenten. Wer hätte gedacht, dass 70er Jahre Tapeten einst einen Kultfaktor erlangen? BMX Räder fahren nur Kinder, genauso gingen Die Simpsons als gelbe Kinderserie an den Start. Ein richtiger Kultfaktor wächst und gedeiht mit Weile. Es bedarf einer mitfiebernden Fangemeinde und viel Aufmerksamkeit. Ich als Werberin bin begeistert von Kultobjekten, da es zumeist Produkte betrifft, die eine lange Durststrecke hinter sich haben und sich doch an die Spitze katapultiert haben. Man denke an Nivea, Mercedes-Benz, Brand-Zwieback, Die Drei Fragezeichen, Tetris und auch der Hersteller Nintendo, VW-Bulli, Afri-Cola, Harley-Davidson, Nutella, …Mini schafft es gleich zwei Mal.
Selbst junge Marken schaffen es im Kindesalter zum Kultstatus. Man denke an Bionade, Red Bull, Freitag-Taschen und so weiter.
Man halte also fest: Kultobjekte machen sehr viel Spaß. Ich habe eins gewählt, mit dem ich jeweils morgens und abends ein waschechtes Hell Yeah auf über die Lippen bringe. Fehlt nur noch E.T. Selbst, doch das wird sicher erst Teil meiner nächsten Herausforderung werden.
Geschrieben am Dienstag, 15. September 2009, von Ada, abgelegt unter Allgemein
Tags: BMX, Kult, Kultfaktor, Kultobjekt
Mit Bremsen? noob!
Och! Es ist ja ein BMX und kein Fixie.
Du darfst es mal fahren, versprochen! Dann wären wir immerhin zwei Noobs.
Nee, im Ernst: Ich bin froh, dass Bremsen dran sind.