
Gestern war ich eingeladen zu einem Asado. So nennt man das, wenn man argentinisch grillt. Und es bedeutet, dass es viel, richtig viel Fleisch zu essen gibt. Vegetarier sollten sich vorher ankündigen.
Der Gastgeber lebte mit seiner Familie mehrere Jahre in Argentinien und hat sein Herz an die dortige Lebenskultur verloren, kennt sich also mit einem waschechten Asado bestens aus.
Die Liebe reicht so weit, dass er sich sogar ein Quincho in den Garten gebaut hat. Das ist eine Steinhütte mit integriertem Grillplatz nach argentinischem Vorbild. Hier lässt sich ein Asado wettersicher begehen.
Zutaten eines amtlichen Asado: Nette Leute in Räuberzivil, munteres Palaver, viel Fleisch und weitere Leckereien.
Die Grillstelle hat übrigens nichts mit einem winzigen Kugelgrill aus dem Baumarkt zu tun. Über so etwas Niedliches können Argentinier nur lachen. Ein ordentlicher Rost nach argentinischem Verständnis hat die Ausmaße eines Fenster- oder Türflügels zu haben. Der erst kann die Fleischmassen stemmen. Und dann erst kann von einem Asado die Rede sein.
Ich war gespannt und bin nicht enttäuscht worden. Hat großen Spaß gemacht.
Übrigens: Argentinien exportiert mehr Fisch als Fleisch. Hätte ich nicht gedacht. Vielleicht heißt das aber auch nur, dass im Land das meiste Fleisch und viel weniger Fisch verzehrt wird.
Asado geht.
Geschrieben am Freitag, 04. Juni 2010, von Nik, abgelegt unter Allgemein
Tags: Argentinien, Asado, coole Kunden, Fleisch, Grillen, Grillfleisch, Quincho
[...] kulinarische Experimente mit pikanter Ausrichtung schärfen. Das hätte ich schon wunderbar bei meinem argentinischen Grillen gebrauchen können. (Nein, damit meine ich nicht das 4:0 gegen Argentinien in [...]