Abwesenheitsbenachrichtigung mit qmail und autorespond

qmail ist ein von Dan Bernstein entwickelter Mailserver für Unix-Systeme. Laut Bernstein ist qmail absolut sicher, was er dadurch untermauert, dass er 500 Dollar Belohnung für jeden ausgesetzt hat, der eine Sicherheitslücke in qmail findet. Nun, bisher musste Bernstein kein Geld auszahlen.

Leider ist qmail genauso wie sein großer Bruder sendmail nicht gerade bekannt für eine simple Konfiguration. Umso erfreulicher ist da das einfache, nützliche und dazu noch schlanke Tool autorespond. Mit ihm lassen sich schnell und komfortabel Abwesenheitsbenachrichtigungen in qmail einrichten.

Wie autorespond eingerichtet wird, wollen wir hier zeigen:

Als erstes legen wir im qmail-Nutzer-Verzeichnis (im Beispiel /pfad/nutzer/) ein neues Verzeichnis “vacation” an. In dieses legen wir eine Datei mit dem Namen “message” und schreiben hier den Text der Abwesenheitsnachricht hinein.

Nun müssen wir qmail nur noch beibringen, ankommende eMails an autorespond weiterzuleiten. Hierfür legen wir im Hauptverzeichnis des qmail-Nutzers eine .qmail-Datei an. In dieser Datei sucht qmail nach Regeln für die eMail-Zustellung:

Inhalt der Datei .qmail:

|/usr/local/bin/autorespond 86400 3 /pfad/nutzer/vacation/message /pfad/nutzer/vacation
/pfad/nutzer/Maildir/

Die erste Zeile weist qmail an, eine eintreffende eMail an das Programm /usr/local/bin/autorespond zu übergeben (|). autorespond erhält in diesem Fall vier Parameter – hierzu gleich mehr. Die zweite Zeile ist sehr wichtig und darf auf keinen Fall vergessen werden: Durch sie legt qmail die eMail nach der Übergabe an autorespond zusätzlich in das Maildir-Verzeichnis des Nutzers. Wir wollen die eMails schließlich noch dem Empfänger zustellen.

Der erste Parameter von autorespond ist die Zeit in Sekunden (hier ein ganzer Tag), in der sich autorespond die eMail-Adressen der Empfänger merkt. So wird jedem eMail-Versender nur eine Abwesenheitsnachricht geschickt, auch wenn er mehrere eMails hintereinander an unseren Nutzer versandt hat. Die ’3′ schränkt dies jedoch wieder ein wenig ein, da ab der vierten Nachricht eben doch wieder eine Abwesenheitsnachricht an den Versender verschickt wird. Im dritten Paramter wird der Pfad zur eigentlichen Abwesenheitsnachricht angegeben. Der letze Parameter gibt schließlich noch den Pfad an, in dem autorespond temporäre Dateien anlegt, um sich die Empfänger zu merken.

Aus Sicherheitsgründen sollten alle Dateien nur für qmail lesbar sein, aber nicht ausführbar. Lediglich in das Verzeichnis ‘vacation’ muss qmail auch schreiben dürfen.

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Geschrieben am Freitag, 27. August 2010, von Kai, abgelegt unter Allgemein

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