Magenta, dieses mehr als satte Schweinsrosa, Mischung aus Rot und Blau, auch Anilinrot genannt, bestimmt häufig die Farbe der Bilder und Grafiken unseres Blogs. Warum…? Um vielleicht einen Kontrast zu unserer bis dato monochromen Website zu setzen. (Auch das wird sich bald ändern…)
In der bundesdeutschen Neuzeit hat bekanntermaßen ein Ableger der Post diese Farbe in Geiselhaft genommen, auch wenn jenes T-Magenta (#E20074) vom echten Magenta (#FF00FF) abweicht.
Im Grunde aber ist die Farbe Magenta eher typisch für das Land Mexiko. Farbfotos der faszinierenden Frida Kahlo – mit Kaktusblüten im Haar, Stola über den Schultern und der folkloristischen Tracht – oder manche ihrer Gemälde zeigen, wie sehr das strahlende aztekische Magenta neben erdbraunen, ockerfarbenen bis sierra-gelben Eindrücken das Farbspektrum dieses Landes prägt. Die magentafarbenen Kaktusblüten haben es sogar ins mexikanische Wappen geschafft…
Da wir in diesem Blog von der Neuerfindung unseres kleinen Unternehmens erzählen und sich daraus auch Betrachtungen über Veränderung, Wandel oder Neuerung ergeben, komme ich zurück auf Frida Kahlo, die sich erst nach einem schweren Verkehrsunfall (sie war 18 Jahre alt) der Malerei zuwandte. Zuvor noch wollte sie Medizinerin werden.
Hier geht es also ebenfalls um eine ganz persönliche Wandlung, wie ich meine. Aus der Zäsur des Unglücks, der Dissonanz durch Verletzung, Schmerz und Versehrtheit erfindet Frida Kahlo sich neu – als Malerin, die mit ihrer Kunst ihre neue Realität (zeit ihres Lebens hatte sie mit den Folgen des Unfalls zu kämpfen) verarbeitet. Sie hat etwas Besonderes daraus gemacht…
Übrigens: Der aufmerksame Leser wird bemerkt haben, dass unser Magenta (#EC008C) auch nicht so ganz den Ton der Mutter aller Magentas (#FF00FF) trifft.