
Eines lässt sich trefflich sagen: In Ausnahmesituationen lernt man Menschen kennen.
Als sich die Phase der Einigungsfindung darüber, wie es zwischen den KM2 >> Gesellschaftern/Geschäftsführern und damit mit unserer Internetagentur weitergehen würde, im letzten Quartal 2008 Woche für Woche zuspitzte, lernte ich Lektionen über Menschen im Umgang mit einer beruflichen Ausnahmesituation – mich eingeschlossen.
Beruhigend war für mich die Tatsache, dass trotz des einen oder anderen schwierigen Tages unsere Kunden zufrieden gestellt wurden. Vielleicht wäre es leichtsinnig, dies an dieser Stelle nicht ausdrücklich zu erwähnen, da wir uns, so meine ich, mit diesem Blog-Experiment in mancherlei Hinsicht aus dem Fenster lehnen: Denn wer will schon hören, dass es bei seinem Internet-Dienstleister aufgrund einer Gesellschafterauseinandersetzung zu Holprigkeiten kommen könnte. Da war es gut zu wissen, dass alle weiterhin einen guten Job machen.
Um noch einen Schritt weiterzugehen: Positive Rückmeldungen von Kunden waren während dieser Transformation ein wichtiger Rückhalt.
Alles in allem kann ich sagen: Eine Auseinandersetzungsphase ist kein Kindergeburtstag. Alles, was im Unternehmen bisher fix schien, gerät in Bewegung. Jeder muss Stellung beziehen. Unausgesprochenes tritt glasklar zu Tage. Man entdeckt unvermutete Züge bei Menschen, die man seit längerem kennt. Es werden points of no return überschritten. Die Situation fordert alle heraus, polarisiert, verändert, ist lehrreich – und nicht zuletzt: spannend.
(Okay, von Apfelschorle und Kneipentreffen – wie in Rückblende 01 angekündigt – habe ich hier nun nichts erzählt, aber vielleicht in Rückblende 03.)


Wer unseren enorm funktionstüchtigen Top-Bling-Bling-Kaffeeautomaten aus der Zeit vor der Neuerfindung haben möchte, kann ihn haben…