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Briefing: Was will Der Kunde? Der Kunde will das!

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Dieser Artikel brennt mir seit einiger Zeit unter den Nägeln, auch wenn ich mich zum Thema hier bereits einmal ausließ.  Den letzten Anstoß zur Niederschrift mag das unentschiedene Hin und Her eines Beinahe-Kunden bei der Bestimmung seines Bedarfs gegeben haben. Nun denn:

Die Mutter aller Projekte ist das Briefing. Briefing heißt übersetzt in etwa “Kurzbeschreibung” oder “kurze Einweisung”, würde ich sagen. Und für uns, die fleißige Internetagentur, ist das Briefing die Grundlage aller nachfolgenden Schritte, die da lauten: Angebotserstellung für den potenziellen Kunden, Einigung mit dem (nun tatsächlichen) Kunden und Auftragsumsetzung.

Das Briefing ist demnach zugleich der Auftakt zu einer (hoffentlich guten) Beziehung zum Kunden. Mit ihm erhalten wir alle nötigen Bedarfsinformationen des Kunden.

Zu Beginn gilt: Wer in unserem Metier bedient werden will, muss seinen Bedarf formulieren. Wer das nicht kann, wird sich helfen lassen müssen: Das ist dann unser Job, da wir wissen, was wir fragen müssen.

Was sich so einfach wie ein Spaziergang im Park anhört, ist manchmal gar nicht so einfach. Vor allem, wenn der Kunde seinen Bedarf eben nicht klar benennen kann oder er sich bei der Erarbeitung dessen nicht helfen lässt.

Unschön kann sein, wenn der Kunde nach bereits erbrachten Leistungen nochmals brieft, sozusagen nachbrieft. Das Ausgangsbriefing war dann ein Circa-, Schau’n-wir-mal- bzw. Schein-Briefing, das dann teilweise oder auch mal komplett nicht mehr gilt. Überraschung – für uns. Leider wird es meist heißen, die Agentur habe ihren Job nicht gut gemacht, d. h. schlecht gearbeitet oder den Bedarf nicht richtig abgefragt.

Ist der Zusatzaufwand, der wegen des Nachbriefings entsteht, bezahlt, mag das für uns betriebswirtschaftlich okay sein. Nicht gut ist, wenn beim Kunden ein Gefühl der Unzufriedenheit oder gar des Misstrauens aufkommt, das mit viel Kommunikationsaufwand und Empathie wieder abgebaut werden muss.

Eine solche Verstimmung kann sich dadurch verstärken,  dass der Kunde sich im Medienraum Internet, Internet-Kommunikation und mit den daran hängenden technisch-funktionalen Erfordernissen nicht auskennt. Das ist kein Beinbruch, dafür gibt es ja uns.

Sehr dicke Misstrauenswände und unrealistische Erwartungshaltungen muss man behutsam – durch Transparenz und gute Leistung – abbauen. Manchmal aber trifft man auf Vorbehalte, die sich nicht abbauen lassen. Dann kann es besser sein, die Zusammenarbeit zu beenden. The customer is king, but do not lose yourself. It never pays.

Fazit: Klare und vielleicht sogar strukturierte Bedarfs- oder Zielvorstellungen sind (seeehr) hilfreich. Wer seine Wünsche nicht benennen kann, sollte sich durchaus einfach helfen lassen. Tut gar nicht weh.

Briefing ist manchmal Glückssache

Im Briefing fragen wir, die Agentur, den Kunden, was er will: Logo mit Signet, ohne Signet, Website, Blog, Online-Shop mit Paypal-Anbindung oder anpassbarer Preis-Mengen-Formel und so weiter und so fort…
Gestelzt: Das Gespräch mit dem Kunden dient der Festlegung und Detaillierung des Kundenbedarfs. (römpöm)

Im Prinzip eine einfache Sache: Wir setzen uns mit dem Kunden hin, befragen ihn systematisch und klopfen erste denkbare Richtungen für eine Umsetzung ab.

Manchmal sitzt man mit drei Menschen am Tisch und erfährt von ihnen vier oder mehr Bedarfsmeinungen. Die bringen wir dann auf einen gemeinsamen Nenner. Das ist unser Job. Daraus kann sich ein interessanter Spielraum für uns als Agentur ergeben, falls der Kunde offen für Ideen und nicht beratungsresistent ist.

Füllstoff für die Anekdotenschatulle entsteht in diesem Fall, wenn die drei Personen sich gegenseitig ihre Uneinigkeit beweisen und vor einem am Tisch so richtig streiten. Als Agentur wirft man bei so etwas die gesamte Briefing-Erfahrung in die Waagschale und greift moderierend ein; auch wenn es juckt zu sehen, wie der  Streit ausgeht… So weit, so gut. (weiterlesen…)

KM2 >> befragt 4hc | Teil 4

Interview2

Der dritte Teil des 4hc-Interviews ging zwar erst letzte Woche online, aber wir wollen mit der letzten Folge nicht lange fackeln: Hendrik Tiedemann, der zweite Mann im Betreiber-Team von 4hc – for handicapped, steht uns Rede und Antwort zu unseren Fragen über die Online-Community, die im Frühjahr…

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KM2 >> befragt 4hc | Teil 3

Interview2

Nach dem Gespräch mit Marcus Link (Initiator und einer der Betreiber der Online-Community 4hc – for handicapped) lassen wir heute seinen Kompagnon Hendrik Tiedemann zu Wort kommen: Es folgt der erste Teil unseres Interview mit ihm…

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KM2 >> befragt 4hc | Teil 2

Interview2

Zweiter Teil des Gespräches mit Markus Link, dem Initiator und einem der beiden Betreiber der kürzlich relaunchten 4hc-Community

4hc-Interview Teil 2:

Wie und warum sind Sie auf die KM2 >> netz:innovationen.gmbh gekommen?
Ich habe zehn Web-Seiten aus dem Raum Düsseldorf-Köln ausgesucht und KM2 >> erschien mir sympathisch. Der ganze Tonfall auf der Website und so weiter, das wirkte einfach freundlich. Also rief ich an, stellte das Projekt vor – und dann kamen zwei Herren zu mir. Das war im Jahr 2004.

Man fängt mit einer Seite an, hat gewisse Vorstellungen, die Kapitaldecke ist dünn – das war die Ausgangssituation. Und KM2 >> hat sich darauf eingelassen. So ein Portal und Online-Community lebt nur von einem guten Motor. Und der war KM2.

Wie hat sich das Internet bzw. das Verhalten der Nutzer in den letzten Jahren verändert? Wie wirkt sich das mit Blick auf 4hc.de aus?
Das kann ich gar nicht so genau sagen. Das Netz ist ständig in Bewegung. Die User gewöhnen sich an Standards oder Abläufe und Strukturen, wie sie zu sein haben. Wer zehn Jahr im Internet unterwegs ist, hat Erwartungen, die erfüllt sein müssen. Da müssen wir natürlich am Ball bleiben.

Bei 4hc im Speziellen haben die Leute eine sehr hohe Affinität zum Internet. Für viele Menschen mit Behinderung, so wie ich, ist das Internet das Tor zur Welt. Klingt vielleicht etwas überzogen, ist aber so. Ich persönlich bin mobil eingeschränkt, im Internet bin ich das nicht. Hier setzt 4hc an. Leute, für die es ungeheuer aufwändig wäre, sich zu treffen, können sich online auf die verschiedensten Arten austauschen. Und das unter dem Schirm des Themas, das ihr Leben besonders prägt: Behinderung. Darum 4hc: for handicapped, für Behinderte. Englisch klingt es besser. Behindert klingt behindert, muss ich mal sagen.

Ist 4hc.de von der Wirtschaftskrise betroffen?
Bisher haben wir das nicht bemerkt. Die Werbepartner, die das 4hc-Potenzial erkennen, sind uns treu. Was in Zukunft sein wird, wissen wir natürlich nicht. Es wird sich zeigen, ob die allgemeine Situation sich auf Werbebudgets auswirkt. Wir hoffen nicht.

Unser Vorteil: Auf eine relevantere und konzentriertere Zielgruppe wird man als Unternehmen im Bereich Produkte für Behinderte online nicht treffen. Wie gesagt, als Querschnittsgelähmter spreche ich aus eigener Erfahrung.

Wo steht 4hc in einigen Jahren? Was haben Sie in den nächsten Jahren vor?
Das habe ich mit Frage 1 und 2 schon ein wenig beantwortet: Wir werden, das wünschen wir uns – und daran arbeiten wir, als Anlaufstelle für Menschen mit Behinderung und Angehörige etabliert sein. 4hc wird eine gut gefüllte Online-Community sein, ein nachgefragtes Portal mit hoher User-Akzeptanz. Wer etwas online zu diesem Bereich sucht, stößt auf die 4hc-Welt.

Sie haben jede Menge Arbeit mit 4hc. Was würden Sie tun, wenn es 4hc ab morgen nicht mehr gäbe?
Mir einen Hund kaufen.

Was ist das Bemerkenswerteste, das Ihnen im Zusammenhang mit 4hc untergekommen ist?
Da packen wir mal KM2 rein. Unsere Telefonate…, da könnten Sie allein drei Wochen in den Urlaub fahren. Ohne KM2 >> gäbe es 4hc nicht. Und diese Unterstützung ist bemerkenswert.

Völlig andere Frage: Was (neben 4hc) bringt Ihr Blut noch in Wallung?

Frauen. (Lacht)

4hc-Interview mit Marcus Link  Teil 1 lesen…

(Zum Interview mit dem zweiten 4hc-Betreiber: Hendrik Tiedemann…)

KM2 >> befragt 4hc | Teil 1

Interview2

Nach dem Relaunch der 4hc-Community vor wenigen Tagen befragen wir einen der beiden Betreiber, Marcus Link, was er uns zum Projekt sagen kann.

4hc-Interview Teil 1:

Versuchen Sie, 4hc und die Idee dahinter mit einem Satz zu beschreiben.
4hc soll eine Anlaufstelle für alle Menschen sein, die mit einer Behinderung oder einem medizinischen Problem zu tun haben.

Welches Ziel verfolgen Sie mit der 4hc-Community? Haben Sie eine Vision für das Projekt?
Das Ziel ist, wie eben schon gesagt, 4hc als Anlaufstelle rund um das Thema Behinderung zu etablieren…

Visionen, ja, das klingt vielleicht übertrieben, aber wir wären gern das Behinderten-Portal in Deutschland. Und ich träume von einem 4hc-Konzert vor 5.000 Leuten, auf dem Westernhagen mit zwei Behindertenbands spielt. Nur, der wird langsam zu alt. (Lacht) Dann von mir aus die Fanta 4, die mit zwei Behindertenbands spielen. Damit wäre einer meiner Lebensträume erfüllt.

Wann und wie hat alles begonnen?
Im April 1996 fing alles an, als ich noch bei AOL zu 8,88 DM die Stunde ins Netz gegangen bin. Ich habe, weil ich selbst im Rollstuhl sitze, etwas zum Thema Behinderung gesucht, aber nichts gefunden. Da habe ich mich gefragt, wie es wäre, wenn ich so ein Internet-Angebot selbst schaffen würde. Die Idee war geboren und hat mich nicht mehr losgelassen.

Mit welcher Strategie bringen Sie 4hc “an den Mann”?
Wenn Sie mir die Frage beantworten könnten, dann wäre ich selbst schlauer. (Lacht) Es gibt ja zwei Schienen, die wir beackern: Einmal die Werbepartner, also Firmen, die das Potenzial von 4hc erkennen und in unserer sehr speziellen Community für Ihre Produkte werben. Die andere Seite sind die Nutzer, die wir auf uns aufmerksam machen und an uns binden möchten.

Beides ist aufwändig, schwierig und läuft oft sehr zäh. Bei Firmen sieht das zum Beispiel dann so aus, dass ich mich ans Telefon klemme, die Leute anrufe, Ihnen von 4hc erzähle und versuche, sie von uns zu überzeugen.

Was sehen Sie für eine Online-Community wie 4hc als unerlässlich?
Ich sehe das “große Paket”, das große Paket, das den Leuten möglich macht, miteinander zu kommunizieren. Das ist schwer abgrenzbar. Alle Funktionen in der Community, der 4hc-Chat, das 4hc-Forum, die Pinnwand, der 1:1-Messenger, die sehr speziellen Infos in der Handicaps-Datenbank und so weiter; das alles ermöglicht den Usern Kommunikation in einem Bereich, der für sie von hohem Interesse, von Bedeutung ist. Die Mischung macht’s – nicht zu viel, nicht zu wenig.

Hier geht’s zum zweiten Teil des 4hc-Interviews mit Marcus Link…

(Zum Interview mit dem zweiten 4hc-Betreiber: Hendrik Tiedemann – Teil 1…)

Kundengespräch: Talk about Change…

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Bei einem unserer Kunden fordert ein Intranet-Projekt, das wir vor einiger Zeit für ihn umgesetzt haben und seitdem technisch betreuen, einen unternehmensweiten Paradigmenwechsel. Der lässt sich schlicht so zusammenfassen: Ein guter Stoß Offline-Arbeit wandelte sich für die Mitarbeiter seit dem Rollout zu einem guten Stoß Online-Arbeit; und dieser Wechsel fällt den Betroffenen schwer – trotz aller Vernetzungsvorteile. Altbekannt das.

Neulich waren wir wegen eines neuen Projektes bei diesem Kunden und kamen doch auch wieder auf die Schwierigkeiten mit der Intranet-Arbeit zu sprechen. Unser Ansprechpartner schilderte uns seine Sicht der Dinge auf den Umgang mit den Änderungserfordernissen: So ist er davon überzeugt, die Mentalitätsveränderungen nicht durch wuchtig-wichtige Consulting Konzepte oder Per Order di Mufti erzwingen zu können… Und wir kamen ins Plaudern über Veränderungsprozesse im Allgemeinen. Entscheidend für ihn sei niemals der Zwang des Weisungsbefugten. Andere Dinge spielen in Transformationsmomenten für ihn eine Rolle: Bspw. informelle Kommunikationsstrukturen, wenn am Wasserspender oder in der Raucherecke der Mitarbeiter-Gossip für die Verbreitung von Neuerungen und den Erfahrungen mit ihnen sorgt. Um Vertrauen für die Sache und Nachhaltigkeit einer tatsächlich gelebten Veränderung zu erreichen, seien schlichtes Vorleben sowie Motivation der Mitarbeiter wichtig. Und das mit viel Geduld und Spucke…

Und weiter ging’s um informelle und formelle Netzwerke und deren Psychologie bzw. (Un)Logik des Begegnungszufalls (»Und zufällig trifft man jemanden, der einen weiterbringt«); und der Grad an Offenheit und die Erfahrung eines Mitarbeiters, die ihn eine Chance erkennen lassen (oder nicht). So waren wir bei Eigenschaften und -arten des Menschen angelangt, dem Salz in der Suppe, dem gewissen Etwas, das sich schwerlich in ein mess-, zähl- und wiegbares Korsett pressen lässt, aber das Rückgrat für echte Veränderungen sein kann.

Nachtigall, ick hör dir trapsen: Das waren alles keine weltverschiebenden Neuigkeiten, aber doch kleine Wahrheiten – von denen ich irgendwo schon mal gehört hatte: Stimmt, im Rahmen der Neuerfindungsgeschichte einer gewissen Internet- und Software-Agentur aus Düsseldorf.