Es tut sich so einiges im Bereich der Internet-Suchmaschinen. Platzhirsch Google spuckt ohnehin eine Idee nach der anderen aus; siehe z. B. die Ankündigung der Eier legenden Woll-Milch-Sau Google Wave, die mit Suche zunächst nichts zu tun hat. Nun ging die Suchmaschinenvariante Google squared im Labor-Status an den Start.
Suchergebnisse werden hier in Tabellenform angezeigt: Informationen aus dem Netz, die zum Suchbegriff in vermeintlich sinnvollem Zusammenhang stehen, werden in Zeilen und Spalten aufbereitet. Das ist ganz nett, trifft es bei meinen Testschüssen der jeweiligen Ergebnistabelle jedoch nicht immer voll auf den Kopf. Häufig muss man der Engine mit Kategoriebegriffen die Richtung vorgeben. Schau’n wir mal, was daraus wird, wenn das Ganze in ausgereifterer Form den G-labs entfleucht. Google wird sich sicher nicht lumpen lassen.
Erst drei Tage zuvor hat Microsoft einen erneuten Suchmaschinen-Angriff auf Google gestartet: diesmal heißt das Ding (Achtung, festhalten) Bing. So griffig der Name, so sehr bleibt abzuwarten, was daraus wird. Bing befindet sich wie Google squared im Beta-Status und ist Nachfolger der MSN Suchmaschine Live Search. Also nicht wundern: Wer Live Search aufsucht, wird ab sofort bei Bing landen. Bitte unbedingt die ausgereiftere amerikanische Version nutzen.
Optisch ist Bing durch schöne Landschaftsansichten klar von Good Ol’ Mother Google abgesetzt; aus diesen Bildern heraus kann man übrigens auf das Motiv bezogene Suchvorgänge starten; einfach mal mit dem Cursor über das Bild wandern.
Die Ergebnisliste wird nach passenden Kategorien unterteilt, es werden verwandte Suchvorgänge vorgeschlagen und, fährt man mit dem Cursor rechts an einem Link-Ergebnis entlang, wird einem in einer Box eine Essenz des Inhalts der jeweils verlinkten Website und damit ggf. direkt sinnvolle Information zum Suchthema angezeigt. Interessant sind die Informationen zum Suchvolumen des jeweiligen Suchbegriffs. Hier werden zudem diverse Infozusammenhänge (z. B. ein passendes Ranking) aufgelistet, die sich auf den Search String beziehen.
Auch noch bemerkenswert: Geht man in der Ergebnisliste der Videosuche mit dem Cursor über eine der kleinen Voransichten, wird einem darin in bewegten Snippets eine Zusammenfassung des jeweiligen Videos gezeigt. So macht die Vorauswahl Spaß.
Dann war da vor rund drei Wochen ja noch der Launch von Wolfram Alpha, der Knowledge Engine von Mathematiker und Physiker Stephen Wolfram. Diese Wissensmaschine liefert dem Nutzer Ergebnisse zum Suchbegriff als Faktenauflistung, ggf. teilweise auch als Schaubild aufbereitet.
Als Fazit lässt sich zusammenfassen, dass die aktuellen Suchansätze passende Informationen mit dem Such-String zu verknüpfen bzw. relationieren versuchen, um dem Suchenden einen möglichst breiten und sinnvollen Wissenszusammenhang anzubieten.
Der Weg scheint klar: Die Suchmaschine der Zukunft will nicht nur Links, sondern sofort verwendbares Wissen liefern.
Wer will, kann hier übrigens Google und Bing (die deutsche Version) vergleichen.