Mit ‘soziale Interaktion’ getaggte Artikel

KM2 >> befragt 4hc | Teil 4

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Der dritte Teil des 4hc-Interviews ging zwar erst letzte Woche online, aber wir wollen mit der letzten Folge nicht lange fackeln: Hendrik Tiedemann, der zweite Mann im Betreiber-Team von 4hc – for handicapped, steht uns Rede und Antwort zu unseren Fragen über die Online-Community, die im Frühjahr…

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KM2 >> befragt 4hc | Teil 3

Interview2

Nach dem Gespräch mit Marcus Link (Initiator und einer der Betreiber der Online-Community 4hc – for handicapped) lassen wir heute seinen Kompagnon Hendrik Tiedemann zu Wort kommen: Es folgt der erste Teil unseres Interview mit ihm…

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Alles Helden

Unser Crossgolf-Duell ist vorbei! Die gute Nachricht: es wurden weder Tiere, (knutschende*) Menschen noch Pflanzen verletzt (okay, Pflanzen schon, aber das zählt nicht).

Bringen wir es hinter uns (jetzt kommt die beste Nachricht!): Wir haben gewonnen! Gewonnen! Gewonnen! Spaß beiseite: Es wurde fair und aufrecht gespielt, Fortuna (und unser Profi-Golfpraktikant) war uns hold, mit 16 zu 17 haben wir die Sache klar gemacht. Der Siegball wird morgen vergoldet.

Verehrtes Internet: Wir sind alle Helden! Und damit ist nicht nur das KM2 >> Team gemeint, auch die Herren von DIEGUTGESTALTEN sind echte Gentlemen, wahre Sportsmänner und Helden sowieso! Jungs, mit euch kann man Pferde stehlen. Echt schön solche begeisterungsfähigen Herren im Haus zu haben.

Mitspieler: Klasse Match, ihr seid wahre Helden. Unseren treuen Supportern und Fans gilt: Woooaaa, ihr rockt.

Hey DIEGUTGESTALTEN, Revanche? Unser Pokalregal hat noch massig Platz. Wir sind dabei. Aber so was von.

*) Glaubt man kaum, aber echt wahr: Stellt sich doch ein frisch verliebtes Paar vor uns und ist selbst durch lautes Rufen nicht zum Weitergehen zu überreden. Verliebt sein kann schön sein.

KM2 >> begrüßt neuen Mitarbeiter

Wir freuen uns sehr, heute unseren neuen Praktikanten vorzustellen: Tobias wird bei uns ein Praktikum im Bereich der Software-Entwicklung absolvieren und – sofern es die Zeit zulässt – auch ein bisschen in den grafischen Bereich reinschnuppern. Tobias geht leider gleichzeitig noch einem Fulltime-Job nach. Daher wird seine Praktikumszeit bei uns leider sehr begrenzt sein: Wir schätzen von Mittwoch 17 bis ca. 21 Uhr. Da zu dieser Zeit gleichzeitig unser Crossgolf-Agenturduell stattfindet, wird uns Tobias natürlich auch hier unterstützen. Wie es der Zufall will, hat Tobias nämlich ein sensationelles Handicap von 16,6 (!).

Wie freuen uns Tobias im Team begrüßen zu dürfen und wünschen Ihm viele Hole-in-ones während seiner Zeit bei KM2 >>.

KM2 >> befragt 4hc | Teil 2

Interview2

Zweiter Teil des Gespräches mit Markus Link, dem Initiator und einem der beiden Betreiber der kürzlich relaunchten 4hc-Community

4hc-Interview Teil 2:

Wie und warum sind Sie auf die KM2 >> netz:innovationen.gmbh gekommen?
Ich habe zehn Web-Seiten aus dem Raum Düsseldorf-Köln ausgesucht und KM2 >> erschien mir sympathisch. Der ganze Tonfall auf der Website und so weiter, das wirkte einfach freundlich. Also rief ich an, stellte das Projekt vor – und dann kamen zwei Herren zu mir. Das war im Jahr 2004.

Man fängt mit einer Seite an, hat gewisse Vorstellungen, die Kapitaldecke ist dünn – das war die Ausgangssituation. Und KM2 >> hat sich darauf eingelassen. So ein Portal und Online-Community lebt nur von einem guten Motor. Und der war KM2.

Wie hat sich das Internet bzw. das Verhalten der Nutzer in den letzten Jahren verändert? Wie wirkt sich das mit Blick auf 4hc.de aus?
Das kann ich gar nicht so genau sagen. Das Netz ist ständig in Bewegung. Die User gewöhnen sich an Standards oder Abläufe und Strukturen, wie sie zu sein haben. Wer zehn Jahr im Internet unterwegs ist, hat Erwartungen, die erfüllt sein müssen. Da müssen wir natürlich am Ball bleiben.

Bei 4hc im Speziellen haben die Leute eine sehr hohe Affinität zum Internet. Für viele Menschen mit Behinderung, so wie ich, ist das Internet das Tor zur Welt. Klingt vielleicht etwas überzogen, ist aber so. Ich persönlich bin mobil eingeschränkt, im Internet bin ich das nicht. Hier setzt 4hc an. Leute, für die es ungeheuer aufwändig wäre, sich zu treffen, können sich online auf die verschiedensten Arten austauschen. Und das unter dem Schirm des Themas, das ihr Leben besonders prägt: Behinderung. Darum 4hc: for handicapped, für Behinderte. Englisch klingt es besser. Behindert klingt behindert, muss ich mal sagen.

Ist 4hc.de von der Wirtschaftskrise betroffen?
Bisher haben wir das nicht bemerkt. Die Werbepartner, die das 4hc-Potenzial erkennen, sind uns treu. Was in Zukunft sein wird, wissen wir natürlich nicht. Es wird sich zeigen, ob die allgemeine Situation sich auf Werbebudgets auswirkt. Wir hoffen nicht.

Unser Vorteil: Auf eine relevantere und konzentriertere Zielgruppe wird man als Unternehmen im Bereich Produkte für Behinderte online nicht treffen. Wie gesagt, als Querschnittsgelähmter spreche ich aus eigener Erfahrung.

Wo steht 4hc in einigen Jahren? Was haben Sie in den nächsten Jahren vor?
Das habe ich mit Frage 1 und 2 schon ein wenig beantwortet: Wir werden, das wünschen wir uns – und daran arbeiten wir, als Anlaufstelle für Menschen mit Behinderung und Angehörige etabliert sein. 4hc wird eine gut gefüllte Online-Community sein, ein nachgefragtes Portal mit hoher User-Akzeptanz. Wer etwas online zu diesem Bereich sucht, stößt auf die 4hc-Welt.

Sie haben jede Menge Arbeit mit 4hc. Was würden Sie tun, wenn es 4hc ab morgen nicht mehr gäbe?
Mir einen Hund kaufen.

Was ist das Bemerkenswerteste, das Ihnen im Zusammenhang mit 4hc untergekommen ist?
Da packen wir mal KM2 rein. Unsere Telefonate…, da könnten Sie allein drei Wochen in den Urlaub fahren. Ohne KM2 >> gäbe es 4hc nicht. Und diese Unterstützung ist bemerkenswert.

Völlig andere Frage: Was (neben 4hc) bringt Ihr Blut noch in Wallung?

Frauen. (Lacht)

4hc-Interview mit Marcus Link  Teil 1 lesen…

(Zum Interview mit dem zweiten 4hc-Betreiber: Hendrik Tiedemann…)

Spickmich.de: Und weiter geht’s. Gut so!

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Bei Spickmich entschuldigt man sich dafür, dass man sich derzeit erst ab Aktivitätslevel 2 einloggen kann, mit einem »Stau auf der Datenautobahn«. Selbst eine Neuregistrierung landet beim Stau-Hinweis.

Dort wird viel los sein, ganz bestimmt, wegen des gestrigen Urteils des Bundesgerichtshofs: Schüler dürfen weiterhin Lehrer bewerten. Anonym. Zum Glück, hänge ich gleich mal an.

Die aktuelle Diskussion ist aufgespannt zwischen dem Persönlichkeitsrecht der Bewerteten (in diesem Fall der klagenden Lehrerin) und dem Recht auf freie Meinungsäußerung der anonym bewertenden Schüler.

Meiner Meinung nach wird aber etwas vergessen: Die Dynamik des Mediums. Wie wollte man die Verbreitung von Informationen im weltweiten Netz verhindern? Verbietet man die (verhältnismäßig friedfertige) Bewertung bei Spickmich, wird es bei StudiVz oder in einer anderen Community vielleicht ähnliche Bemerkungen über einen Lehrer geben. Was ist mit einer Bemerkung in einem Forum? Soll die auch im Vorhinein verboten werden? Das Ansinnen der Bewertungsgegner kommt mir in dieser sich rasant verändernden Kommunikationswelt vor wie das hoffnungslose Unterfangen, eine Springflut mit einer Bahnschranke verhindern zu wollen.

Bemerkenswert: Im Fall der Proteste im Iran bejubelt die westliche Welt die Informationsverbreitung durch Twitter, Facebook und Co., die die iranischen Machthaber nicht kontrollieren können. Die Zensur des Internets in China wird heftig kritisiert. (Was hegte man für Hoffnungen aufgrund der Olympiade in Peking…)
Gleichzeitig aber wird hier im Bedarfsfalle der Ruf nach einer Zensur laut…? Nichts anderes ist die Forderung nach einem Bewertungsverbot oder der Sperrung von Web-Seiten (Stichwort: Zensursula). Finde ich.

Um mich nicht falsch zu verstehen: Ich will Persönlichkeitsrechte gewahrt wissen. Angriffe, Verletzungen und Mobbing im Netz sind widerwärtig. Ebenso die Verbreitung menschenverachtenden Gedankengutes. Die Verunglimpfungskultur anonymer Giftspritzerei bei gleichzeitiger Globalität des Mediums ist ein Problem. Anonymität senkt Hemmschwellen. Und auf keinen Fall ist die Ohnmacht gegenüber verbreiteter »Bad Information« abzutun. (Hier ist jeder selbst auch zu eigener Vorsicht aufgefordert, welche Informationen er von sich preisgibt.) Natürlich möchte ich über mich auch keine Unwahrheiten lesen, die mir ggf. Schwierigkeiten bereiten. Aber, ganz ehrlich: wir müssen lernen damit umzugehen.

Die alten Konventionen einer Welt ohne globale und »demokratisch« (d. h. von vielen Menschen) nutzbare Vernetzung gelten nicht mehr in einer Welt mit einer solchen Vernetzung.
Ohne Dampfmaschine sah die Welt auch anders aus als mit. Sie wurde schneller. Die Uhren ticken ex post anders als ex ante. Haben wir denn trotz der vielen Verkehrstoten auf das Auto verzichtet? Wir haben uns doch lediglich arrangiert, oder?

Verbote im Netz heißen: Medium nicht verstanden. Sechs, setzen!
Das Übel steckt meist nicht im Netz, sondern im Miteinander dahinter.

Ich fand den Vorschlag gut, dass ein wutschnaubender Lehrer die Spickmich-Bewertung doch einfach mal sacken lassen sollte und Schlüsse für sein Verhalten daraus ziehen könnte. Dass an den Wertungen quasi die Welt teilhat, mag nicht angenehm sein, aber ich glaube, wir müssen uns daran gewöhnen. Oder das Internet abschalten.

Nachtrag vom 6. Juli (zugegebenermaßen etwas polemisch):
Eine ältere Dame meinte im zufälligen Gespräch mit meinem Kollegen zum Thema Sperrung von Internet-Seiten, dass sie das stark an 1933 erinnere.
(Und das lasse ich jetzt einfach mal so stehen…)

KM2 >> befragt 4hc | Teil 1

Interview2

Nach dem Relaunch der 4hc-Community vor wenigen Tagen befragen wir einen der beiden Betreiber, Marcus Link, was er uns zum Projekt sagen kann.

4hc-Interview Teil 1:

Versuchen Sie, 4hc und die Idee dahinter mit einem Satz zu beschreiben.
4hc soll eine Anlaufstelle für alle Menschen sein, die mit einer Behinderung oder einem medizinischen Problem zu tun haben.

Welches Ziel verfolgen Sie mit der 4hc-Community? Haben Sie eine Vision für das Projekt?
Das Ziel ist, wie eben schon gesagt, 4hc als Anlaufstelle rund um das Thema Behinderung zu etablieren…

Visionen, ja, das klingt vielleicht übertrieben, aber wir wären gern das Behinderten-Portal in Deutschland. Und ich träume von einem 4hc-Konzert vor 5.000 Leuten, auf dem Westernhagen mit zwei Behindertenbands spielt. Nur, der wird langsam zu alt. (Lacht) Dann von mir aus die Fanta 4, die mit zwei Behindertenbands spielen. Damit wäre einer meiner Lebensträume erfüllt.

Wann und wie hat alles begonnen?
Im April 1996 fing alles an, als ich noch bei AOL zu 8,88 DM die Stunde ins Netz gegangen bin. Ich habe, weil ich selbst im Rollstuhl sitze, etwas zum Thema Behinderung gesucht, aber nichts gefunden. Da habe ich mich gefragt, wie es wäre, wenn ich so ein Internet-Angebot selbst schaffen würde. Die Idee war geboren und hat mich nicht mehr losgelassen.

Mit welcher Strategie bringen Sie 4hc “an den Mann”?
Wenn Sie mir die Frage beantworten könnten, dann wäre ich selbst schlauer. (Lacht) Es gibt ja zwei Schienen, die wir beackern: Einmal die Werbepartner, also Firmen, die das Potenzial von 4hc erkennen und in unserer sehr speziellen Community für Ihre Produkte werben. Die andere Seite sind die Nutzer, die wir auf uns aufmerksam machen und an uns binden möchten.

Beides ist aufwändig, schwierig und läuft oft sehr zäh. Bei Firmen sieht das zum Beispiel dann so aus, dass ich mich ans Telefon klemme, die Leute anrufe, Ihnen von 4hc erzähle und versuche, sie von uns zu überzeugen.

Was sehen Sie für eine Online-Community wie 4hc als unerlässlich?
Ich sehe das “große Paket”, das große Paket, das den Leuten möglich macht, miteinander zu kommunizieren. Das ist schwer abgrenzbar. Alle Funktionen in der Community, der 4hc-Chat, das 4hc-Forum, die Pinnwand, der 1:1-Messenger, die sehr speziellen Infos in der Handicaps-Datenbank und so weiter; das alles ermöglicht den Usern Kommunikation in einem Bereich, der für sie von hohem Interesse, von Bedeutung ist. Die Mischung macht’s – nicht zu viel, nicht zu wenig.

Hier geht’s zum zweiten Teil des 4hc-Interviews mit Marcus Link…

(Zum Interview mit dem zweiten 4hc-Betreiber: Hendrik Tiedemann – Teil 1…)

Facebook funktioniert

Dass ich mal die obige Headline schreiben würde, hätte ich selbst nicht für möglich gehalten. Ja, die Online-Community Facebook funktioniert… bei mir (huch). Ich kann zwar nicht behaupten, minüt-, stünd- oder täglich das Vergnügen zu haben, aber doch einige Male in der Woche.

Entscheidend war und ist für mich, welche Personen ich dort vorfinden könnte. Einige meiner sehr engen Freunde treiben sich derzeit regelmäßig in Facebook herum, so dass die Relevanz des Mediums gegeben war. Ferne Bekannte spielen für mich eine eher untergeordnete Rolle. Trotzdem ging ich anfangs davon aus, gerade die etwas flüchtigeren Bekanntschaften in bzw. mit Facebook poolen zu können. Aber: Aktueller Anlass meiner Nutzung sind ganz eindeutig die engen Buddies. So spiegelt die Online-Welt im Grunde meine Vernetzungen in der echten Welt.

Der Facebook- bzw. Online-Community-Skeptiker wird jetzt fragen, warum denn dann nicht weiterhin Freundschaften in der realen Welt pflegen und leben. Weil es mit Facebook ein wenig direkter, schneller und dem Anschein nach persönlicher geht als per E-Mail. Da wir modernen Menschen ohne Zeit und Rast dazu neigen, unsere Kontakte durchzuökonomisieren, wie einer meiner Freunde es unlängst ausdrückte, ist Facebook bei engem Zeitbudget ein schönes Tool, Kontakte bei gefühltem Miteinander doch auf Distanz zu halten. Eigentlich ein Blödsinn, denn in echt sind mir die Lieben doch lieber. Das hieße: mit jedem gefühlten Mehr an Zeit würde für mich der Nutzen von Facebook abnehmen.

Das sagt jetzt viel über mich aus: Weil ich mich zeitlich ständig ein wenig getrieben fühle, bin ich also jemand, der sich mit Facebook Freunde auf distanzierte Weise nah hält. Die Unverbindlichkeit, die einem die Online-Welt verschafft, hilft in einer Welt voller zeitlicher Verbindlichkeiten.

Nun aber zum zweiten Punkt, der Facebook und Konsorten interessant macht: Die gefühlte unmittelbare Nähe; denn wo es Zeit gibt, gibt es auch Raum. Es ist schon sehr begrüßenswert, örtlich entfernt lebende Freunde auf dem kurzen Community-Weg (im Verbund mit den nahen Freunden) erleben zu können: Ferner Freund ganz nah. (Und im Idealfall kennen sich alle, dann macht es es richtig Spaß.)

Am Ende möchte ich es so fassen: Facebook funktioniert derzeit. Muss ich jedoch wirklich den ganzen Schnickschnack von meinen Leuten wissen, den man mit den Facebook-Community-Features erquizzen und in die Runde posten kann? Nein, nicht wirklich. Im Zweifel wusste ich lange vor der Existenz von Facebook, welche fünf Lieblingsplatten mein Kumpel Oli nennen würde. Brauche ich eine virtuelle Schneeball- oder Kissenschlacht, mit der ein Interaktionsanlass konstruiert wird? Nein, auch nicht wirklich.

Gepflegte Facemail über einem gepflegten Glas Rotwein ist dann letztlich doch am allerschönsten… Aber am nächsten Tag, im Brass des Jobs, mit Meilen zwischen den Freunden und mir, da ist Facebook tatsächlich ganz nützlich. Für das schnelle Hallo, die nette Frotzelei – und das Gefühl von Verbundenheitsein.