
Der Fußball-Weltmeister wird ausgespielt. Zwischen zwei europäischen Mannschaften auf dem afrikanischen Kontinent. Was wäre wohl geschehen, wenn Ghana das Drama gegen Uruguay doch für sich hätte entscheiden können. Wenn die Mannen um den anderen Herrn Boateng sich dann gegen die Nierderländer durchgesetzt hätten. Wenn sie also am 11. Juli gegen Spanien im Finale stünden. Und was wäre, ja, man stelle sich das vor, wenn Ghana dann auch noch die Weltmeisterschaft gewönne. Was wäre das für ein Coup für Afrika.
Aber leider, und jetzt kratzt wie im Film die Plattennadel in die säuselnde Musik, kommt es 2010 dazu genauso wenig wie zum vierten Stern für die deutsche Fußballmannschaft.
Also, es heißt Spanien gegen die Nierderlande. Ich hoffe, nein, ich will ein schönes Spiel. Macht dem Sport alle Ehre. Schwülstige Musik. Begeistert durch ein spannendes, ein dramatisches Spiel. Werdet Fußballhelden! … Okay, Ball flachhalten. Spanien : Niederlande = 2:1. Nein, 1:2. Nein, 3:5 nach Verlängerung und Elfmeterschießen. Ach, die bessere Mannschaft möge gewinnen. Spanien wäre einfach mal dran. Die Niederlande hätten es auch verdient.
Und dann, dann steht er wieder ante portas: der Post-WM-Blues. Diese schale Leere. Keine Spiele, keine süße Vorfreude und bis zum Anpfiff ansteigende Anspannung mehr. Der Weltkick kommt vier Jahre in den Schrank, bis am 13. Juni 2014 in Brasilien zum zwanzigsten Mal die FIFA-Fußballweltmeisterschaft angepfiffen wird.
Ich freue mich darauf.

