Ein indisches Sprichwort sagt: »Wer scharf isst, hat viele Ideen«.
Wir essen
gerne scharf. Und damit es in 2010 vor lauter Ideen nur so kracht, laden wir
von KM2 >> alle Freunde und Partner ein auf ein höllisch scharfes Jahr.
Dafür ist das zugesandte Top-BIO-Saatgut gedacht. Die Früchtchen, die sich daraus ziehen lassen, haben es in sich: Es handelt sich um sauscharfe Chili-Schoten mit dem Namen »Rotes Teufele«. Und der Name ist Programm.
Also, an die Klappspaten und in die Hände gespuckt. Keine Angst – es ist noch kein Gärtner vom Himmel gefallen. Hier kommt die Anleitung:
Die Aufzucht der Chili-Pflanzen sollte Ende Januar bis Mitte Februar starten.
Ideal ist ein Mini-Gewächshaus für die Fensterbank. Das gibt's für weniger als 10 Euro im Gartenfachhandel. Aus Gläsern und Papprollen lässt sich so etwas auch selbst basteln.
Für die Aussaat eignet sich gute BIO-Anzuchterde aus dem Gartenfachhandel. Der Profi mischt sich seinen Saatgrund selbst: aus Gartenerde, Kompost und Sand.
Jetzt braucht's nur noch ein paar kleine Töpfe. Wer ganz zufällig keine Anzuchttöpfe im Haus hat, nimmt einfach saubere Joghurt-Becher.
Anzuchterde bis ca. 1 cm unter den Rand in die Töpfchen (oder Joghurt-Becher) füllen. Mit einem Stift ca. 1 cm tiefe Löcher in die Erde stechen. Zwischen den Löchern etwas Abstand lassen. In jedes Loch kommt ein Chili-Samen, Erde darüber und vorsichtig gießen.
Die Töpfe wandern ins Minigewächshaus, das am besten in der Nähe einer Heizung steht. Das »Rote Teufele« mag es am liebsten 25 bis 28 Grad warm.
In den nächsten Tagen ist Wasser besonders wichtig: Die Erde sollte immer schön feucht sein. Also, gießen nicht vergessen. Aber bitte nicht ertränken.
Nach ein bis zwei Wochen sprießen die ersten beiden Blätter (Keimblätter). Die Töpfe stellt man am besten auf die Fensterbank. Licht ist jetzt wichtiger als Wärme.
Erst wenn sich das zweite Blätterpaar zeigt, folgt der nächste Schritt: das »Pikieren«.
Jetzt wird umgetopft: Dafür benötigt man kleine Pflanztöpfe mit einem Durchmesser von acht bis zehn Zentimetern.
Die Töpfe wenige Zentimeter hoch mit Sand oder Seramis befüllen. Darüber kommt Anzuchterde. Bitte in der Mitte Platz für eine Pflanze freihalten.
Nun folgt das eigentliche Pikieren: Die einzelnen Chili-Pflanzen werden behutsam aus ihren Anzuchttöpfen befreit und in jeweils einen der vorbereiteten größeren Töpfe gepflanzt. Vorsichtig andrücken und gut wässern.
Die Töpfe kommen wieder auf die Fensterbank. Bei warmem Wetter vertragen die Chili-Pflanzen einige Stunden frische Luft. Luftzug härtet die Pflanzen ab. Achtung: Die Pflänzchen müssen erst nach und nach an starke Sonneneinstrahlung gewöhnt werden, sonst bekommen sie Sonnenbrand.
Nachts die Töpfe unbedingt wieder hereinholen. Temperaturen unter 10 Grad verträgt das junge Gemüse nicht.
Eine Freiland-Pflanzung kommt in Frage, wenn es ganz bestimmt keinen Frost mehr gibt. Das wird sich – Bauernkalender sei Dank – erst nach den Eisheiligen, also ab Mitte Mai, sicher ausschließen lassen. Ein warmer April kann einem da ein Schnippchen schlagen.
Kurz nach den Eisheiligen können unsere Chili-Freunde in Bottiche, Töpfe oder Eimer mit Wasserabfluss (wichtig!) umgepflanzt werden. Hierfür gute Blumenerde verwenden, die man mit Sand, Kompost oder einfach Tomatendünger mischt.
Schießt die Pflanze in die Höhe, lässt sie sich an einen Stab binden, den man in den Topf steckt.
Nach ca. sechs bis sieben Monaten kann man kleine rote Schärfe-Teufelchen ernten und in der Küche verarbeiten.
Ganz schön schwierig, hm? Aber wir bekommen das schon gemeinsam hin. Denn wir bei KM2 >> spitzen unsere grünen Daumen und starten natürlich auch unsere Schoten-Zucht. Das dokumentieren wir in unserem Firmen-Blog und laden alle zum Mitmachen ein.
Wir freuen uns auf Kommentare, Tipps, die besten Chili con Carne-Rezepte und Erfahrungsberichte mit eigenen Chili-Plantagen, vielleicht sogar mit Fotos. Wir sind gespannt wie die Flitzebögen.
Für unsere Aktion lag uns der Einsatz freien BIO-Saatgutes am Herzen ... »Freies Saatgut« – was heißt das?
12.000 Jahre lang haben Bauern Obst und Gemüse angebaut und selbst vermehrt: Ein Teil der Ernte diente stets als Saatgut für das nächste Jahr. Das war früher so. Heute müssen sich Bauern mit Nachbaugebühren, genmanipuliertem Saatgut, Sortenschutz, Nutzpflanzen-Patenten und Lizenzgebühren an Saatgut-Firmen beschäftigen.
Das von uns verschickte Saatgut ist völlig frei verwendbar: Es darf verschenkt und selbst vermehrt werden. Mit unserer Ideen-Initiative bringen wir also auch ein bisschen Ursprünglichkeit in die Stuben.