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Als vor einigen Jahren der Ruf "Ins Netz, ins Netz!" durch die
Unternehmerwelt schallte, ergänzten viele Firmen diesen Satz
scheinbar mit einem imaginären "Egal wie!". So nahm das Desaster
seinen Lauf: Der Schwager der Sekretärin, der stolzer Besitzer
eines AOL-Anschlusses war, hackte Unternehmensdarstellungen in seinen
Frontpage-Editor und scannte fleißig Broschüren ein. Die hauseigenen
EDV-Kräfte wurden in einem zweitägigen Crash-Kurs zu Webdesignern
getrimmt, und gerüchteweise soll man sogar gestandene Firmenchefs
dabei gesehen haben, wie sie über dem Homepage-Bastelkurs in der
HÖRZU brüteten.
Die klassischen Werbeagenturen steuerten ein Übriges bei: flugs wurden Multimedia-Abteilungen und Webdesign-Töchter aus dem Boden gestampft, die das Netz mit megabyteschweren Photoshop-Effektfilter-Elaboraten überschwemmten oder das Web kurzerhand mit dem Fernsehen verwechselten und gänzlich interaktions- und weitestgehend sinnfreie Animationen ins Web stemmten.
Wer sich heute durchs Internet klickt, kann die Resultate dieses
überhasteten Vorgehens an jeder Ecke besichtigen: abschreckende
Schnellschüsse, neben überladenen Grafikgräbern
oder ausufernden Bleiwüsten, die inhaltlich das widerspiegeln,
was einzelne Abteilungsleiter als interessant empfinden mögen,
den Internet-User jedoch im besten Fall nur langweilt.
Dabei ist es verhältnismäßig einfach, den Schritt ins
Netz professionell zu tun: Stellen Sie sich vorab bitte einfach
diese drei 'W-Fragen':
1. Was will ich im Netz?
2. Wen will ich dort erreichen?
3. Wie kann ich 2. am besten ansprechen und binden?
Von der Antwort dieser Fragen sollte Ihr weiteres Vorgehen und die
Wahl der erforderlichen Techniken abhängen. Eine opulent animierte
Flash-Site kann bei einem reinen Markenportal - je nach Produkt
- durchaus Sinn machen, bei einer reinen, informationsbezogenen
Unternehmenspräsenz ist sie hingegen absolut fehl am Platz.
Der Einsatz eines Content-Management-Systems ist bei umfangreichen
Portalen, deren Inhalt häufig aktualisiert werden soll, äußerst
ratsam, bei grafisch und emotional geprägten Produktsites hingegen
überflüssig.
"Das wichtigste Wissen besteht heute darin, zu wissen, was man nicht braucht."
Prof. Norbert Bolz
Denken Sie sich in den User hinein. Beobachten Sie sich selbst und
Ihr eigenes Verhalten im Netz: Betrachten Sie, wenn Sie auf der
Suche nach einer Information sind, ruhig und entspannt eine dreißigsekündige
Intro-Animation (plus Preloader) oder zuckt Ihr Finger unweigerlich
in Richtung 'Skip Intro'-Button?
Wie häufig klicken Sie auf 'Zurück' und verlassen spontan eine Website, wenn Ihnen die Suche nach der gewünschten Information zu langwierig ist, da sich bei der Konzeption offensichtlich weder für Struktur, noch für Benutzerführung irgendjemand zuständig fühlte?
Usability - nur unzureichend mit 'Benutzerfreundlichkeit' übersetzt - ist für uns kein tolles Buzz-Word, sondern eine Webdesign-Maxime.
Denken Sie bei der Planung Ihrer Web-Aktivitäten immer zuerst
an den User. Nicht er ist Gast auf Ihrer Website, sondern Ihre Website
ist Gast in seinem sozialen System.
"Marketing ist zu wichtig, um es allein der Marketingabteilung zu überlassen."
Dave Packard
Als Internetagentur beraten wir Sie gerne über den zweckmäßigsten
und optimalen Einsatz der unterschiedlichsten Technologien und Webdesign-Möglichkeiten
- bezogen auf Ihr individuelles Vorhaben im Web.
Doch eine professionelle Internet-Präsenz ist nur der erste - wenn auch wichtige - Schritt in eine vernetzte Geschäftswelt. Mit KM2 >> können Sie diesen Weg noch sehr viel weiter gehen.
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