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DAS NETZ IM NETZ, VON DAMALS BIS JETZT
Archive.org und Google.com lassen unser aller Jugendsünden auffliegen.

Erst seit kurzer Zeit online, und jetzt schon Lieblingsspielzeug aller Webdesign-Nostalgiker dieser Welt ist web.archive.org. Aufbauend auf Alexa - erinnern wir uns, die wollten so etwas mal kommerziell vermarkten - hat sich dieses Archiv vorgenommen, das Archiv aller Archive zu werden. Zumindest aller, die jemals online waren. Die Archivierung des kompletten Internets also.

Das klappt auch schon erstaunlich gut, auch wenn hier mit Internet natürlich nur World Wide Web gemeint ist, und auch das hier nur bis ins Jahr 1996 zurückreicht. Was aber - gemessen in Web-Zeit - ganz schön lang ist und allemal reicht, um so ziemlich alle deutschen Webseiten von ihren Anfängen bis heute zu dokumentieren. Noch früher waren nur Yahoo.de, der CCC und ein paar private Enthusiasten.

Archive.org eignet sich aber nicht nur, um in den Anfängen der Sites und des Netzes zu graben, sondern auch, um ihre Entwicklung prima nachzuvollziehen. Als erstes setzte sich die Tabellenbauweise durch, dann kamen die tausend Frames, und irgendwann wurde Webdesign dynamisch - spätestens an der Stelle muss dann auch Archive.org passen. Trotzdem ein Spielzeug, mit dem man Stunden verbringen kann. Mein persönlicher Favorit für die hässlichste Medien-Seite aller Zeiten ist z.B. derzeit Spiegel Online 1996.

Wem das aber alles immer noch nicht reicht, um seine Zeit mit Nostalgie zu killen, der kann sich auch an dem kürzlich eröffneten Google-Usenet-Archiv erproben. Google hat bekanntlich letztes Jahr Deja News gekauft, und jetzt gibt's den ganzen Kram endlich auch wieder online. 20 Jahre Usenet. 700 Millionen Postings. Unzählige Peinlichkeiten. Ein großer Spaß.

web.archive.org
groups.google.com

Text: Janko
[Quelle: De:Bug]


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Als vor einigen Jahren der Ruf "Ins Netz, ins Netz!" durch die Unternehmerwelt schallte, ergänzten viele Firmen diesen Satz scheinbar mit einem imaginären "Egal wie!". So nahm das Desaster seinen Lauf: Der Schwager der Sekretärin, der stolzer Besitzer eines AOL-Anschlusses war, hackte Unternehmensdarstellungen in seinen Frontpage-Editor und scannte fleißig Broschüren ein. Die hauseigenen EDV-Kräfte wurden in einem zweitägigen Crash-Kurs zu Webdesignern getrimmt, und gerüchteweise soll man sogar gestandene Firmenchefs dabei gesehen haben, wie sie über dem Homepage-Bastelkurs in der HÖRZU brüteten.

Die klassischen Werbeagenturen steuerten ein Übriges bei: flugs wurden Multimedia-Abteilungen und Webdesign-Töchter aus dem Boden gestampft, die das Netz mit megabyteschweren Photoshop-Effektfilter-Elaboraten überschwemmten oder das Web kurzerhand mit dem Fernsehen verwechselten und gänzlich interaktions- und weitestgehend sinnfreie Animationen ins Web stemmten.

Wer sich heute durchs Internet klickt, kann die Resultate dieses überhasteten Vorgehens an jeder Ecke besichtigen: abschreckende Schnellschüsse, neben überladenen Grafikgräbern oder ausufernden Bleiwüsten, die inhaltlich das widerspiegeln, was einzelne Abteilungsleiter als interessant empfinden mögen, den Internet-User jedoch im besten Fall nur langweilt.

Dabei ist es verhältnismäßig einfach, den Schritt ins Netz professionell zu tun: Stellen Sie sich vorab bitte einfach diese drei 'W-Fragen':

1. Was will ich im Netz?
2. Wen will ich dort erreichen?
3. Wie kann ich 2. am besten ansprechen und binden?


Von der Antwort dieser Fragen sollte Ihr weiteres Vorgehen und die Wahl der erforderlichen Techniken abhängen. Eine opulent animierte Flash-Site kann bei einem reinen Markenportal - je nach Produkt - durchaus Sinn machen, bei einer reinen, informationsbezogenen Unternehmenspräsenz ist sie hingegen absolut fehl am Platz.

Der Einsatz eines Content-Management-Systems ist bei umfangreichen Portalen, deren Inhalt häufig aktualisiert werden soll, äußerst ratsam, bei grafisch und emotional geprägten Produktsites hingegen überflüssig.


   "Das wichtigste Wissen besteht heute darin,
   zu wissen, was man nicht braucht."


     Prof. Norbert Bolz


Denken Sie sich in den User hinein. Beobachten Sie sich selbst und Ihr eigenes Verhalten im Netz: Betrachten Sie, wenn Sie auf der Suche nach einer Information sind, ruhig und entspannt eine dreißigsekündige Intro-Animation (plus Preloader) oder zuckt Ihr Finger unweigerlich in Richtung 'Skip Intro'-Button?

Wie häufig klicken Sie auf 'Zurück' und verlassen spontan eine Website, wenn Ihnen die Suche nach der gewünschten Information zu langwierig ist, da sich bei der Konzeption offensichtlich weder für Struktur, noch für Benutzerführung irgendjemand zuständig fühlte?

Usability - nur unzureichend mit 'Benutzerfreundlichkeit' übersetzt - ist für uns kein tolles Buzz-Word, sondern eine Webdesign-Maxime.

Denken Sie bei der Planung Ihrer Web-Aktivitäten immer zuerst an den User. Nicht er ist Gast auf Ihrer Website, sondern Ihre Website ist Gast in seinem sozialen System.


   "Marketing ist zu wichtig, um es allein der
   Marketingabteilung zu überlassen."


     Dave Packard


Als Internetagentur beraten wir Sie gerne über den zweckmäßigsten und optimalen Einsatz der unterschiedlichsten Technologien und Webdesign-Möglichkeiten - bezogen auf Ihr individuelles Vorhaben im Web.

Doch eine professionelle Internet-Präsenz ist nur der erste - wenn auch wichtige - Schritt in eine vernetzte Geschäftswelt. Mit
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